Kreis Heinsberg - Warum der Kreis Heinsberg eine Marke werden muss

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Warum der Kreis Heinsberg eine Marke werden muss

Von: anna
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Im Zwiegespräch mit Kabarettist Hastenraths Will alias Christian Macharski (l.) gelang auch Professor Hans-Willi Schroiff mit viel Humor die Vermittlung harter Marketing-Fakten. Foto: Anna Petra Thomas
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Rund 200 Gäste waren der Einladung von Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Kreissparkasse zur Präsentation der neuen Standortmarketing-Kampagne „Spitze im Westen 3.0“ gefolgt. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Sich in einem neuen Auftritt zu präsentieren ist das eine. Diesen Auftritt dann auch aktiv und positiv für sich zu nutzen das andere. Dies erfuhren die Gäste von Kreissparkasse Heinsberg und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) nach dem offiziellen Start der neuen WFG-Standortmarketing-Kampagne „Spitze im Westen 3.0“ im Rahmen des Unternehmerforums bei einem Vortrag, der ebenso voller Humor und wissenswerter Fakten steckte wie die Kampagne selbst.

Wer hätte da im großen Saal des neuen Hauptstellen-Gebäudes der Kreissparkasse in Erkelenz besser die Begrüßung übernehmen können als Kabarettist Hastenraths Will (alias Christian Macharski), der sich sogar eigens für dieses Ereignis die zu seinen grünen Gummistiefeln passende Krawatte umgelegt hatte. Freudig empfing er in der „Belle Etage“ der Kreissparkasse mit dem in seiner Art auf die Spitze getriebenen Humor alles, „was Rang und Namen und genug Schulden hat“. Und auch seine Aufgabe, den Marketingexperten Professor Hans-Willi Schroiff vorzustellen, meisterte Hastenraths Will mit Bravour: „Der Schroiffs Hans-Willi will Sie erklären, wie kommen Sie als Unternehmer damit klar, wenn Sie eine Firma im Kreis Heinsberg haben.“

Begeistert war er natürlich von der Biografie des Referenten. Während seiner Gangelter Zeit sei dieser sogar mit einer Gerti aus Hastenrath liiert gewesen, berichtete er und heute „hat der sogar einen eigenen Stuhl stehen an der RWTH“. Beeindruckt erzählte er von Schroiffs Marketingaktivitäten für einen großen deutschen Waschmittelhersteller. „Dat sind doch Sprüche, die begleiten einen dat ganze Leben lang“, befand er und holte dann den von ihm hoch geschätzten Hans-Willi, der Rest des Namens war ihm zu lang, auf die Bühne. Die eigene Begrüßung gelang da auch Schroiff nur mit einem Schmunzeln, das sich dank der ­lockeren Zwiegespräche zwischen ihm und Hastenraths Will, der in der ersten Reihe des Publikums Platz genommen hatte, durch den Rest des Abends zog.

Mit viel Humor gelang es so auch dem Wissenschaftler, eigentlich harte Fakten über das Marketing an seine Zuhörer zu bringen. „Ich will Ihnen erklären, warum der Kreis Heinsberg eine Marke werden muss“, sagte Schroiff. Das gelang ihm schnell mithilfe von zwei Entscheidungsfragen: Ins Hotel mit bekanntem Namen nach Baden-Baden oder nach Herne-Ost? Zur Unternehmensberatung in die Düsseldorfer Königsallee oder nach Neuss-Uedesheim? Die Antworten waren allen klar.

Noch bis in den Beginn der 1980er-Jahre habe die Lehrmeinung vorgeherrscht, dass alle Entscheidungen unter rein rationalen Gesichtspunkten gefällt würden. „Aber die menschliche Entscheidung ist sehr emotional“, erklärte Schroiff und erläuterte entsprechende, wissenschaftliche Erkenntnisse. Das sogenannte limbische System des menschlichen Gehirns weise durch Erinnerung jedem Stimulus sofort eine emotionale Bedeutung zu. „Unser emotionales Urteil schlägt einfach zu“, so Schroiff, „und das innerhalb von 380 Millisekunden.“ Wie modernes Marketing dies nutzt, verdeutlichte er anhand von „taillierten Verpackungen“. Das emotional geprägte Urteil des Menschen dazu: Das Produkt darin macht oder hält zumindest schlank.

Diese Erkenntnisse übertrug der Referent dann auch auf die neue-Standortmarketing-Kampagne der WFG für den Kreis Heinsberg. „Das Produkt haben Sie“, erklärte ­Schroiff. Die Kampagne sei die Positionierung. „Und die Inszenierung beginnt gerade!“ Es gelte, die Inhalte der Kampagne an allen möglichen Berührungspunkten einzusetzen. „Da reicht nicht der Aufkleber auf der Windschutzscheibe, wo draufsteht ‚Spitze im Westen‘“, so der Referent. „Alle müssen daran arbeiten. Dann wird‘s was!“

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