Warnstreik: Busse der West bleiben in ihren Depots

Von: Stefan Klassen
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Bleiben auch heute in den Geilenkirchener Depots: die Busse der West Energie und Verkehr. Foto: Nicola Gottfroh

Kreis Heinsberg. Am Mittwoch und Donnerstag rollt sie an, die nächste Warnstreikwelle, mit der die Arbeitnehmer Druck machen wollen. Schließlich laufen derzeit die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Bund und Kommunen. Im Kreis Heinsberg werden deshalb die Busse der West Energie und Verkehr in den Depots bleiben.

Weitere Auswirkungen der Warnstreiks sind abzuwarten: Während die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder in Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg für Donnerstag nicht zur Arbeitsniederlegung aufgefordert hat, verschärft die Kommunalgewerkschaft Komba die Gangart – auch im Kreis Heinsberg. „Wir haben die Beschäftigten in ganz NRW aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen“, betont Michael Kaulen, Abteilungsleiter Tarifangelegenheiten bei Komba.

„Hohe Streikbereitschaft“

Schrittweise den Druck erhöhen will indes Verdi: „Wir wollen uns noch eine Steigerungsfähigkeit erhalten, falls es bei den Tarifverhandlungen keine Einigung gibt“, konkretisiert Dominik Kofent, stellvertretender Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Linker Niederrhein. Arbeitsniederlegungen etwa in Kitas, Stadtverwaltungen, Bädern und Gesundheitseinrichtungen, die die Gewerkschaft grundsätzlich für Donnerstag angekündigt hat, werde es seitens Verdi am Donnerstag im Erkelenzer Land nicht geben.

Besonders hart treffen würde ein Streik beispielsweise alleinerziehende oder berufstätige Eltern, die auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Kaulen spricht in diesem Zusammenhang von einer „hohen Streikbereitschaft“ in Komba-Reihen. Im Bedarfsfall werde es dann aber Notgruppen in Kitas geben. Auch die Mitglieder in den Bereichen Müllentsorgung, Verwaltung oder Soziales seien zur Beteiligung aufgerufen. Laut Hubert Meyers, stellvertretender Komba-Landesvorsitzender, fahren die Komba-Mitglieder der Region Aachen am Donnerstag mit zehn Bussen zur Großkundgebung nach Bochum. Dementsprechend werde es im Kreis Heinsberg voraussichtlich „punktuelle Arbeitsniederlegungen und geringfügige Einschränkungen“ geben.

Klar ist: Heute und am morgigen Donnerstag wird der Busverkehr der West Energie und Verkehr wieder von Warnstreiks betroffen sein. Darüber hinaus werden laut Kofent Dienste des NEW Netzes Geilenkirchen nur eingeschränkt angeboten.

In puncto Busverkehr will die West mit Vertragsunternehmen einen Notfahrplan umsetzen. Auf den Linien SB1 (Erkelenz – Gerderath – Wassenberg – Heinsberg – Geilenkirchen – Palenberg – Übach und zurück), SB3 (Geilenkirchen – Gillrath – Gangelt – Süsterseel – Tüddern – Höngen und zurück), SB4 (Erkelenz – Baal – Hückelhoven – Ratheim – Oberbruch – Heinsberg und zurück), BW1 (Setterich – Baesweiler – Oidtweiler – Bettendorf und zurück), 411 (Kehrbusch – Rath-Anhoven – Kipshoven – Gripekoven – Beeck –Wegberg und zurück), 430 (Palenberg – Übach – Boscheln – Merkstein – Herzogenrath und zurück) sowie 431 (Geilenkirchen – Frelenberg – Palenberg – Übach – Boscheln – Baesweiler und zurück) sollen die regulären Fahrten komplett angeboten werden; dies ist gegenüber der Vorwoche, als statt der SB 3 die SB 81 bedient worden war, eine Veränderung. Auf den Linien 438 (Saeffelen – Großwehrhagen – Höngen – Havert – Millen-Bruch – Isenbruch – Schalbruch und zurück)und 439 (Millen – Tüddern – Höngen – Hillensberg – Wehr – Süsterseel und zurück) sollen nur vereinzelte Fahrten ausfallen. Es könne jedoch vereinzelt auf diesen Linien Überlastungen und Verspätungen geben.

Auf den nicht genannten Linien könnten nach Angaben der West nur vereinzelte Fahrten angeboten werden. Wie gewohnt, sollen die Fahrten zu den Grundschulen erfolgen.

Die Busse und Züge der Deutschen Bahn werden unterdessen ungeachtet des Warnstreiks planmäßig unterwegs sein. Nach Unternehmensangaben können somit Pendler und Reisende die durch den Kreis Heinsberg führenden Bahnstrecke Aachen – Mönchengladbach sowie die neue Verbindung von Lindern nach Heinsberg wie gewohnt nutzen.

Allerdings sei an den beiden Streiktagen mit vollen Zügen zu rechnen.

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