Wassenberg - Wahl des neuen Beigeordneten geplatzt

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Wahl des neuen Beigeordneten geplatzt

Von: Petra Wolters
Letzte Aktualisierung:

Wassenberg. Wer neuer Beigeordneter in Wassenberg wird, ist auch nach der jüngsten Ratssitzung nicht entschieden, in der die Wahl eigentlich auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stand.

Die CDU erhielt gleich zu Beginn der Sitzung in der Abstimmung die Mehrheit für einen Antrag zur Geschäftsordnung. Dieser hatte zum Inhalt, die Wahl von der Tagesordnung abzusetzen und den Beigeordneten zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Sondersitzung des Rates zu wählen.

Hintergrund des Antrags war, dass der von der CDU präferierte Bewerber zwischenzeitlich seine Bewerbung zurückgezogen hatte. Zum Hintergrund: 19 Bewerber hatte es ursprünglich gegeben. In einer interfraktionellen Sitzung hatten sich die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat auf vier Bewerber geeinigt, die eingeladen wurden, sich im nichtöffentlichen Teil einer vorangegangenen Ratssitzung vorzustellen, ohne weitere Aussprache.

In einer weiteren interfraktionellen Sitzung einigten sich die Fraktionsvorsitzenden auf zwei Bewerber, von denen dann wie beschrieben nur einer übrig blieb. In der aktuellen Sitzung monierte die SPD-Fraktion dann, dass der verbliebene Bewerber überhaupt nicht eingeladen worden war. „Das sind Machenschaften, die hier so nicht laufen”, machte Dietmar Trzinski seinem Ärger lautstark Luft. Der Bürgermeister habe die Pflicht gehabt, beide Bewerber einzuladen, und mindestens einer der beiden hätte da sein müssen, pflichtete ihm Robert Seidel (Bündnis 90/Die Grünen) bei.

SPD-Fraktionsvositzender Ernst Kluth bemängelte darüber hinaus, dass über den Rückzug eines der beiden verbliebenen Kandidaten nicht alle Stadtverordneten informiert worden seien. Das sei geschehen, betonte Bürgermeister Manfred Winkens, musste dann nach kurzer Rücksprache mit Mitarbeitern der Verwaltung aber einräumen, dass nur die Fraktionsvorsitzenden informiert worden seien. „Das ist kein Umgang miteinander und absolut nicht in Ordnung!”, ereiferte sich Kluth.

Schwerpunkt Tourismus

Im weiteren Verlauf scheiterte die SPD dann noch mit ihrem Vorschlag, die Ausschreibung zur Besetzung der Beigeordnetenstelle aufzuheben. Als Alternative sah er die Besetzung von zwei Stellen, eine davon mit dem Schwerpunkt Tourismus und Stadtmarketing, eine zweite mit Fokus auf Liegenschaften und Wirtschaftsförderung.

Manfred Winkens verteidigte am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung den Umstand, dass kein Bewerber zur Sitzung eingeladen worden war. „Ich kann doch keinen einladen, von dem ich weiß, dass er nicht gewählt wird”, erklärte er mit Blick auf den verbliebenen, von der SPD präferierten Kandidaten.

Er sieht den weiteren Verlauf so, dass mit den insgesamt verbliebenen drei Kandidaten nochmals Gespräche geführt werden, um zu sehen, inwieweit sie ihre Bewerbung aufrechterhalten. Alternative ist für ihn eine neue Ausschreibung der Stelle des Wassenberger Beigeordneten.
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