Vor allem die Mühlen sollen den Tourismus in Wegberg ankurbeln

Von: hewi
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Wegberg. Die Stadt arbeitet an ihrem Image. Neben einem Wirtschaftsförderungskonzept, das in der Neuansiedlung vor allem auf den Branchenmix Dienstleistung und Technologie setzt, ist der Tourismus immer mehr in den Fokus der Betrachtung geraten. Dabei will die Stadt zukünftig auch auf die 22 Mühlen setzen, die sich auf ihrem Gebiet befinden.

„Das touristische Interesse gerade im Bereich des Radwander- und Tagestourismus ist groß”, erklärte Bürgermeister Reinhold Pillich. Im Sinne einer besseren Vermarktung wurden grenzüberschreitende Kontakte geknüpft und auch die etwas eingeschlafenen Städtepartnerschaften mit den niederländischen Gemeinden Maaseik und Echt reaktiviert.

Die Schrofmühle ist als anerkanntes technisches Denkmal die einzige noch voll funktionstüchtige Wassermühle in Wegberg und Umgebung. Nach Kenntnis der Verwaltung gebe es derzeit in NRW keine funktionstüchtige Mühle mehr, die sowohl Getreide mahlen als auch Öl pressen kann, hieß es in der Vorlage zur jüngsten Ratssitzung. Eine seit rund zwei Jahren in den Räumen der Mühle untergebrachte Dauerausstellung zum Thema „Mühlenwesen und Mühlengeschichte Wegbergs” finde weithin Anerkennung.

Mit einem Besucheraufkommen in einer Größe von 3000 bis 4000 Besuchern im Jahr sei die Schrofmühle auch ein touristischer Faktor, der durch das touristische Konzept „Wegberg im Tal der Mühlen” auch in das Leitbild der Stadt passe. Insbesondere die Ölmühle repräsentiere die lange Tradition des Flachsanbaus in der Region. Eine stärkere Kooperation der Schrofmühle und des Flachsmuseums sei nach Pillichs Worten „wünschenswert”.

2010 wurde die Schrofmühle in das Museumskonzept des Kreises Heinsberg aufgenommen. Um die Arbeit des Fördervereines zu unterstützen, schlug die Verwaltung vor, in Anlehnung an die Zuschüsse zur Arbeit des Flachs- und Trachtenmuseum in Beeck eine jährliche Unterstützung an das Museum zu leisten. Ein Zuschuss in Höhe von 6500 Euro wurde vom Stadtrat gewährt. Zukünftig soll die Schrofmühle stärker in das touristische Konzept der Stadt eingearbeitet werden, um so den Tourismus weiter zu fördern.

Zufrieden zeigte sich Pillich auch mit dem Winterzauber auf dem Rathausplatz. „Der Winterzauber ist zum Wintermärchen geworden”, erklärte er mit Blick auf die hohen Besucherzahlen. Durch solche Events verschaffe sich Wegberg gegenüber den anderen Kommunen ein individuelles Gesicht. Auch die Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling sei ein großer Erfolg gewesen. Die Eisbahn wird aufgrund der großen Nachfrage ihren Aufenthalt vor dem Rathaus um eine Woche bis zum 9. Januar verlängern. Die für den 2. Januar vorgesehene „Abtau-Party” mit Livemusik wird zur „Verlängerungs-Party”. Abgetaut wird dann erst am Sonntag, 9. Januar, nach dem Eisstockschießen.

In den letzten Jahren sei Wegberg eher durch seine „kleinen Skandale” bekannt geworden, erklärte Pillich. Nun sei die Stadt wegen seines interessanten Event- und Freizeitangebotes im Gespräch.
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