Von wegen Krise: Der Millionen-Auftrag ist sicher

Von: Petra Wolters
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Gut zwei Meter misst allein der Ausdruck der Digitalansicht der neuen Automeile in Mainz. Insgesamt werden es mit Geschäftsführer Jörg Schiffer (rechts) mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des Randerather Unternehmen sein, die in das Projekt eingebunden sind. Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Randerath. Die Automobilindustrie steckt in der Krise, und so reagieren auch die Autohändler derzeit eher abwartend, wenn es um Investitionen geht.

Da verwundert die Nachricht von der Habau GmbH in Randerath, die sich auf den Bau von Stahlhallen, vor allem auf den Bau von Autohäusern spezialisiert hat.

Mit dem Auftrag für den Bau einer kompletten Automeile mit vier großen Autohäusern in Mainz hat das Unternehmen gerade den bisher größten Auftrag in seiner 25-jährigen Geschichte eingefahren. „Im deutlich zweistelligen Millionenbereich”, freut sich Geschäftsführer Jörg Schiffer.

Mehr will er nicht verraten, nur soviel: „Das Volumen dieses einen Auftrags liegt über unserem Gesamtumsatz für das Jahr 2008.” Kurz vor Weihnachten war der erste Spatenstich, im Bau sind jetzt ein Toyota-Lexus- Forum und ein Porsche-Zentrum, das für die Vorstellung des neuen Porsche Panamera im September fertiggestellt sein soll. Bis zum Jahresende soll dann das Audi-Zentrum bezugsfertig sein, bis April nächsten Jahres das VW-Zentrum.

Habau liefert schlüsselfertig, „von der grünen Wiese bis zum bezugsfertigen Gebäude, inklusive der Planung und sämtlicher Ingenieurleistungen”, wie Schiffer erklärt. Der Baubeginn jetzt schließe eine vierjährige Planungsphase für dieses Projekt ab, berichtet er. Der Kunde, die Löhr-Gruppe mit Hauptsitz in Koblenz, hat dabei von Anfang an auf die Partnerschaft mit Habau gesetzt.

„Das Vertrauensverhältnis ist einfach immens groß”, sagt Schiffer, der für den Markenhändler bereits Autohäuser in Neuwied, Trier und Wiesbaden gebaut hat. Angst vor der Größe des Projekts hat er nicht. „Wir bauen auch so drei bis vier große Autohäuser pro Jahr. Hier liegen sie halt nur auf einem Grundstück”, sagt er, sieht allerdings eine Herausforderung in der Logistik.

„Die in diesem Fall aber auch vieles vereinfacht”, weiß er schon jetzt. So ist derzeit auf dem 45 000 Quadratmeter großen Gelände ein Dürener Unternehmen mit elf Großgeräten mit den Erdarbeiten beschäftigt. Bei den Rohbauarbeiten kommen die eigenen Mitarbeiter aus der Habau Bauunternehmung zum Einsatz.

Hier will er die Belegschaft deshalb noch um vier bis sechs Mitarbeiter aufstocken. In die Ingenieurgesellschaft, die sich „Habau Vertrieb von Stahlhallen GmbH” nennt, wurden schon im vergangenen Jahr drei neue Mitarbeiter aufgenommen. Bei den weiteren Gewerken in der Ausbauphase, etwa den Fliesenarbeiten, will Schiffer mit Unternehmen aus der Region kooperieren.

Und der Großauftrag aus Mainz ist auch nicht der einzige des Unternehmens in diesem Jahr. So wird neben weiteren, kleineren Objekten noch in diesem Jahr ein Porsche-Zentrum im Bergischen Land entstehen. Mit Toyota kooperiert Habau bei der Entwicklung des „grünen Autohauses”, das künftig ohne fossile Brennstoffe auskommen soll.

Der Baubeginn des ersten Gebäudes dieser Art in Rheinland-Pfalz ist noch für Herbst dieses Jahres geplant. Und für 2010 steht das erste Auslandsprojekt ins Haus, mit einem Gebäude für einen Sportwagen-Hersteller in Großbritannien.
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