Hückelhoven - Von der Rur-Tour zur Moschee an der Ruhr

Von der Rur-Tour zur Moschee an der Ruhr

Von: ulla
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Vor der Moschee in Duisburg-Marxloh dokumentiert die christlich-islamische Frauengruppe ihren Zusammenhalt. Foto: ulla

Hückelhoven. Das Sprichwort sagt: „Was lange währt, wird endlich gut.” So war es auch, als in der vergangenen Woche die Katholische Frauengemeinschaft Hückelhoven (KfD) im Rahmen der 17. Frauenwoche zusammen mit Frauen der Hilfarther Moschee (Ditib) die Moschee in Duisburg-Marxloh besuchten.

Die Idee dazu wurde bei einer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages im März geboren.

Seit mehreren Jahren gibt es vielerlei Kontakte zwischen der KfD und den Frauen der Ditib, so zum Beispiel gegenseitige Besuche in der Kirche von St. Lambertus und der Moschee in Hilfarth, gemeinsames Friedensgebet, Gespräche über Glaubensfragen mit deren Unterschieden und Übereinstimmungen.

Nach der Ankunft in Duisburg gab es zuerst gemeinsames Shopping - wohl eine Besonderheit von Frauen-Veranstaltungen im Unterschied zu denen von Männern - , Besuch im Park des Lehmbruck-Museums mit seinen interessanten modernen Skulpturen, Mittagessen im Restaurant der Moschee und schließlich das Wichtigste des Tages: Besuch der Ditib-Moschee Duisburg-Marxloh mit Führung.

Bildungs- und Begegnungsstätte

Reizvollerweise fiel der Besuch der Hückelhovenerinnen in die interkulturelle Woche Duisburg, während der die Moschee als Bildungs- und Begegnungsstätte eine besondere Rolle spielte.

Das städtebauliche Highlight, das monatlich von mehr als 5000 Menschen aus aller Welt besucht wird, ist entstanden aus der ehemaligen Kantine des Bergwerks Marxloh. Dessen muslimische Arbeiter haben vor 25 Jahren eine der ältesten und größten Moscheegemeinden in Deutschland gegründet, die sich inzwischen zu einem Ort des interkulturellen und interreligiösen Austauschs entwickelt hat.

So war es für die Gruppe aufschlussreich zu hören, dass sich dort regelmäßig christliche, muslimische und jüdische Frauen treffen.

„Night Prayer”

Bei ihrem Besuch erlebten die Frauen von der Rur auch Nichtgeplantes und Unvorhergesehenes. Im Rahmen der „Ruhr 2010 Kulturhauptstadt Europas” bekamen sie einiges mit von den Vorbereitungen zum so genannten Night Prayer (Nachtgebet) zu sehen.

Beim Nachtgebet werden an ein und demselben Tag beziehungsweise am Abend und in der Nacht in neun Gebets- und Gemeindehäusern der Ruhr-Metropole, vom christlichen Dom über die jüdische Synagoge bis zur Moschee und zum Hindutempel, Konzerte der verschiedenen Religionen stattfinden, jeweils begleitet von den unterschiedlichsten Gebeten, Ritualen und Meditationen.
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