Vom Feldweg auf die Autobahn

Von: hewi
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Erkelenz-Schwanenberg. Beim SV geht man neue Wege, um dem Traumziel Kunstrasenplatz näher zu kommen. Neben Rasenpaten, die einen Quadratmeter für 25 Euro kaufen können, hat das Team „6480 Quadratmeter Zukunft” um Ralf Braun neue Ideen ausgeheckt.

Ziel ist es, den Verein auch über das Kunstrasenprojekt hinaus finanziell abzusichern. „Wir werden vom Feldweg auf die Autobahn wechseln”, erklärte Braun bei der Vorstellung der Ideen auf der Jahreshauptversammlung.

Ziel sei es, die benötigten 150.000 Euro aus eigener Kraft aufzubringen. Kreditaufnahmen und Umlagen auf die Mitglieder werde es nicht geben, betonte auch der Vorsitzende Hartmut Hermanns. Derzeit hat das 13-köpfige Kunstrasenteam rund 21.000 Euro zusammengetragen. Ein zeitliches Ziel hat man sich beim SV auch gesetzt. Im übernächsten Jahr soll der Kunstrasen Wirklichkeit werden.

Dabei ist durchaus Eile geboten, denn die Plätze seien in einem „katastrophalen Zustand”, wie Hermanns erklärte. Zumindest der Aschenplatz werde wohl ohne eine Sanierung die nächsten zwei Jahre nicht überstehen. Da sei die Stadt gefordert. Um dem Kunstrasen und weiteren Zielen finanziell näher zu kommen, wollen die Schwanenberger ganz neue Wege beschreiten. Zuerst einmal wollen sie weitere Rasenpaten suchen.

Neu ist das von Braun vorgestellte Konzept, das auch den Verkauf von Produkten über das Internet vorsieht. Außerdem wird für den guten Zweck gefeiert. Eine Dorfmeisterschaft wird es in diesem Jahr wieder geben, wobei sie mit einem Beachvolleyball-Turnier kombiniert werden soll. Zur Herbstkirmes wird es ein Oktoberfest op kölsch geben. Dass man sich die Möglichkeit des Public Viewing zur WM in diesem Sommer auf dem Pfarrhof nicht nehmen lässt, ist klar. Im Juni ist auch ein Jugendturnier mit 82 Mannschaften angesetzt.

Für die kommende Saison wird wieder mit einer B-Jugend geplant, wie der Jugendleiter Thomas Graf erklärte. Interessenten in Mannschaftsstärke seien auch schon vorhanden. Damit könne mittelfristig die Lücke zur ersten Mannschaft geschlossen werden. Getreu dem Motto „Die Zukunft des Fußballs ist weiblich” ist langfristig auch eine Senioren-Damenmannschaft geplant, nachdem die Mädchen bereits Kreismeisterinnen geworden sind. Im Frauenfußball könnte Schwanenberg demnächst eine interessante Adresse werden.

In Zusammenarbeit mit der Leiterin der DFB-Stützpunkte Frauenfußball, Verena Hagedorn, soll Schwanenberg zum DFB-Mädchenstützpunkt aufgebaut werden. Zu 80 Prozent sei das sicher, erklärte Graf. Die Jahreshauptversammlung zeigte eindrucksvoll, dass der mit 409 Mitgliedern zweitgrößte Fußballverein im Stadtgebiet noch einiges vor hat.

Neben Zukunftsmusik standen Wahlen auf der Tagesordnung. Hermanns wurde ebenso wiedergewählt wie sein Stellvertreter und Obmann Thorsten Maaßen. Geschäftsführer bleibt Sascha Gers, zu seinem Stellvertreter und Sozialwart wurde Thorsten Mager gewählt. Erster Kassierer ist Andreas Friedrichs, sein Stellvertreter Dieter Brünell. Als Beisitzer wurden Gregor Landmesser, Hans-Gerd Theißen, Ren Louis, Ralf Braun und Lukas Küppers bestimmt. Beschlossen wurde außerdem eine Erhöhung der Beiträge.
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