Vier nehmen Platz auf dem CDU-Kandidatenkarussell

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Auf dem Kandidatenkarussell der CDU für die Nominierung des Bundestagskandidaten für die Wahl im September 2013 haben insgesamt vier Parteimitglieder Platz genommen.

Nach dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Norbert Reyans, und dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Hückelhoven, Thomas Schnelle, sowie Rita Zurmahr-Tabellion, der früheren Hückel­hovener Parteivorsitzenden, hat auch Wilfried Oellers, der Schatzmeister des CDU-Stadtverbandes Heinsberg, seine Bewerbung abgegeben. Dies erklärte am Donnerstag auf Anfrage der CDU-Kreisvorsitzende Bernd Krückel.

Es habe noch fünf weitere Interessenten gegeben, die eine Bewerbung ernsthaft erwogen, sich aber aus beruflichen oder familiären Gründen anders entschieden hätten, berichtete Krückel. Die Arbeit als Bundestagsabgeordneter mit den 25 Sitzungswochen in Berlin und mit der Wahlkreisarbeit vor Ort, „diese Herausforderung ist nicht ohne”, so Krückel, der bekanntlich selbst als Landtagsabgeordneter in Düsseldorf tätig ist.

Wilfried Oellers (36), von Beruf Rechtsanwalt, ledig, wohnhaft in Heinsberg-Horst, ist seit 2004 Mitglied des Stadtrates in Heinsberg und seit 2009 Schatzmeister des CDU-Stadtverbandes. Aufgrund seiner kommunalpolitischen Tätigkeit und seinem Engagement in Vereinen sei er mit der Region sehr verbunden, sagte Oellers. Darin liege seine Motivation begründet, sich für den Kreis auf Bundesebene einsetzen zu wollen.

Er wolle den Kreis voranbringen, vor allem mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Es gehe darum, dass der Kreis attraktiv für Jung und Alt sei, um so dem demografischen Wandel und der Abwanderung in die Großstädte entgegenzuwirken. Die Menschen sollten sich hier wohlfühlen und gerne hier leben. Dafür gelte es, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Oellers zeigte sich davon überzeugt: „Wenn die Wirtschaft gut läuft, dann sind alle Leute zufrieden.” Zudem sprach er sich gegen weitere finanzielle Belastungen der Kommunen aus.

Nach Rückkehr aus dem Urlaub hat Grundschullehrerin Rita Zurmahr-Tabellion zur Motivation für ihre Bewerbung erklärt: „Ich möchte die Interessen der Menschen in unserem ländlich strukturierten Kreis auf Bundesebene vertreten, damit junge und ältere Menschen beruflich und persönlich mehr Chancen gewinnen.”

Demografische Entwicklungen würden berufliche Erweiterungen, eine Verbesserung der Alterssicherung und den Erhalt eines lebenswerten Wohnumfeldes und der Mobilität erfordern. Berufliche Chancen für Jüngere und Ältere seien zu verbessern. „Kindererziehung muss gesellschaftlich und in der Alterssicherung anerkannt werden”, so die Diplom-Pädagogin und Vorsitzende des Frauenzentrums Hückelhoven, die in der qualitativen Entwicklung von Bildung und Ausbildung sowie in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterhin ihre politischen Schwerpunkte setzt und im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur eine der weiteren Aufgaben sieht.

Nach dem parteiinternen Fahrplan ist das Bewerbungsverfahren für die CDU-Bundestagskandidatur damit abgeschlossen. Allerdings war die Fristsetzung (bis zum 15. August) eher als inoffiziell anzusehen, da theoretisch noch jederzeit bis zur und sogar während der Aufstellungsversammlung, die am 26. Oktober geplant ist, Bewerber ihren Hut in den Ring werfen können.

CDU-Kreisvorsitzender Bernd ­Krückel, der im Vorfeld mit drei bis fünf Bewerbungen gerechnet hatte, bezeichnete es am Donnerstag als wichtig, dass die Wahlmänner und Wahlfrauen am 26. Oktober eine Auswahl hätten. In den Versammlungen der Stadt- und Gemeindeverbände in den nächsten Wochen werden nicht nur die Delegierten für das 120-köpfige Nominierungsgremium gewählt. Vielmehr sollen auch alle vier Bewerber die Chance haben, sich persönlich der Parteibasis vorzustellen.

Der CDU-Kreisvorstand werde keine Empfehlung für einen der Bewerber aussprechen, trat Krückel noch einmal Vermutungen entgegen, der Kandidat oder die Kandidatin könnte womöglich „im stillen Kämmerlein” ausgeguckt werden. Dies sei „Unfug”.
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