Heinsberg-Kempen - Viele machen mit in Kempen und leisten Hilfe für Ralf und andere

Viele machen mit in Kempen und leisten Hilfe für Ralf und andere

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Ein Schirm für den Schirmherrn: Uber den roten Schirm der DKMS, den ihm Marc Krüsel (2.v.l.) überreichte, freute sich Bürgermeister Wolfgang Dieder zu Beginn der Typisierungsaktion in Kempen. Mit dabei: Ralf Brosch (links) sowie Ortsvorsteher Ralf Baumann und Ira Dieder (von rechts).

Heinsberg-Kempen. Trotz stundenlanger Schneefälle und Wind: Schon kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr standen die Menschen am Samstag in der Kempener Bürgerhalle Schlange, um sich an der Typisierungsaktion unter dem Motto „Hilfe für Ralf und andere” zugunsten des an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Ralf Brosch zu beteiligen.

Röhrchen mit Blut von insgesamt 657 neuen, potenziellen Stammzellspendern konnten Marc Krüsel und seine Kollegin Linda Mense vom Kölner Aktionsteam der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) nach sechs Stunden mitnehmen. Sie werden typisiert und in die Datenbank der Organisation eingestellt.

Zu den ersten Spendern zählten Bürgermeister Wolfgang Dieder und seine Frau Ira sowie Kempens Ortsvorsteher Ralf Baumann. Dies sei schon die zweite, tolle Aktion in kurzer Zeit, würdigte Dieder dabei das Engagement der Initiative „Kempen hilft...”, die vor Ort der Kooperationspartner der DKMS war.

„Ich bin selbst schon lange typisiert. Jetzt bin ich selbst auf Hilfe angewiesen”, dankte Brosch allen Helfern und dem Bürgermeister für die Übernahme der Schirmherrschaft. „Aber wie auch immer es für mich ausgeht: Wenn bei dieser Aktion nur ein Mensch gefunden wird, der einmal für einen anderen Menschen seine Stammzellen spenden kann, dann war sie ein Erfolg.”

Seine Unterstützung sei eher ideeller Natur, erwiderte ihm Dieder. „Alle, die hier helfen, sollten im Vordergrund stehen.” Und das waren im Laufe des Tages mehr als 50 Menschen, die sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache stellten: im Schreibdienst, bei den Blutabnahmen, in Cafeteria und Küche und nicht zuletzt draußen vor der Halle. Josef Himmels, die gute Seele der Bürgerhalle, war mit Schaufel und Besen über Stunden damit beschäftigt, die Wege zur Halle vom Schnee freizuhalten.

Beeindruckt zeigten sich auch die ehrenamtlich tätigen Ärzte Hartmut Jütten und Claus Cieslok. Sie lobten die gute Organisation. Viele ließen sich nicht nur typisieren, sondern leisteten auch einen finanziellen Beitrag zu den Kosten der Typisierung, die sich für die DKMS auf 50 Euro pro Blutspender belaufen. So hatte „Kempen hilft...” schon im Vorfeld Spenden gesammelt.

Mehr als 9500 Euro waren dabei zusammengekommen; rund 2500 Euro davon steckten in mehr als 50 Spendendosen, die vor allem in Heinsberger Geschäften aufgestellt worden waren. Am Samstag kamen dann noch einmal über 14000 Euro hinzu, von Einzelspendern, aus Schulen und Vereinen, aus Verwaltungen und Unternehmen. Mehr als 2000 Euro davon waren der Erlös aus der Cafeteria. Dafür waren rund 80 Kuchen gespendet worden, dazu belegte Brötchen, Kaffee und Cappuccino.

Auch wenn in Kempen alles in allem fast 24.000 Euro an Geldspenden für die DKMS zusammengekommen sind, kostet die Typisierung aller Spender jetzt knapp 33.000 Euro. Über weitere Geldspenden unter dem Motto „Hilfe für Ralf und andere” würde sich die DKMS daher auch nach Abschluss der Aktion in Kempen noch freuen. Das Konto bleibt noch weiter geöffnet: 500935022 bei Raiffeisenbank Heinsberg (BLZ 37069412).
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