Viele Diabetiker entwickeln Nierenschäden

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Ein Tropfen Blut genügt, um einen Blutzuckertest in der Apotheke zu machen. Anlässlich des Welt-Nierentages am 11. März machen Apotheker auf diese mögliche Folgewirkung von Diabetes aufmerksam. Foto: Alois Müller

Kreis Heinsberg. Diabetiker sind Risikopatienten für Nierenerkrankungen. Über diesen Zusammenhang klären viele Apotheker im Kreis Heinsberg anlässlich des Welt-Nierentages am kommenden Donnerstag, 11. März, auf. Gegen eine Schutzgebühr bieten die Apotheken außerdem einen Blutzuckertest an.

Das ist ein einfaches und schnelles Verfahren, um mögliche Hinweise für eine eventuelle Diabeteserkrankung zu erhalten. Sollten die Werte auffällig sein, raten die Apotheker im Kreis Heinsberg dann, einen Arzt aufzusuchen.

„Die Dunkelziffer von Diabetes ist immer noch viel zu hoch”, erklärte Hans Kühle, der Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Deshalb sind Gesundheitstage wie der Welt-Nierentag auch so wichtig, um die Menschen auf diese oft unterschätzte und zu spät erkannte Krankheit aufmerksam zu machen.” Viele ahnen nicht, dass sie Diabetes haben, weil diese Erkrankung zu Beginn oft symptomlos verlaufen kann. Wird Diabetes aber nicht rechtzeitig ärztlich behandelt, können Folgeerkrankungen wie Nierenversagen ungehindert entstehen. Etwa jeder dritte Diabetiker entwickelt im Laufe seines Lebens diese gefährlichen Nierenschäden. Eine regelmäßige Kontrolle ist ebenfalls wichtig, weil auch Nierenerkrankungen zu Beginn nicht immer schmerzhaft sind.

In Deutschland steigt die Zahl der Nierenerkrankungen Jahr für Jahr an. Derzeit gibt es mehr als 90.000 Patienten mit einer Nierenersatztherapie. Das heißt, sie sind dialysepflichtig oder warten auf eine Spenderniere. Diese Patienten müssen regelmäßig, zwei bis viermal in der Woche mehrere Stunden zur „Blutwäsche”. Ein großer Teil der Betroffenen leidet an Diabetes mellitus.

„Aufklärung und Vorsorge sind vor allem bei Diabetikern erforderlich”, so der Apotheker. „Das Risiko, durch Diabetes die Nieren zu schädigen, lässt sich drastisch senken, wenn der Blutzucker und der Blutdruck optimal eingestellt sind und weitere mögliche Risikofaktoren behandelt werden.” Zusätzlich erhöht die Nierenschädigung das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.
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