Verständigung zwischen den Völkern belebt

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Josef Görtz, seine Gastgeberin Odile Letranchant und beiden Organisatoren der Austauschfahrten, Guy Lemenager und Theo Meurer (v.l.n.r.) legten auf dem Soldatenfriedhof in Marigny ein Blumengesteck nieder.

Erkelenz/St.James. „Oje, guck mal, der hier war erst 17 Jahre alt.” Fabian Keutmann (13) ist entsetzt, als er auf dem deutschen Soldatenfriedhof im normannischen Marigny die endlos scheinenden Gräberreihen abschreitet.

Zum ersten Mal ist der Teenager auf einem so großen Soldatenfriedhof. Er ist einer von 40 Erkelenzern, die mit den „Freunden der Partnerschaft” die französische Partnerstadt St. James besuchen und in Marigny das obligatorische Blumengebinde zum Andenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges ablegen.

Auch nach 35 Jahren regelmäßigem Austausch ist der Besuch eines Soldatenfriedhofes keine Routine. Ganz besonders, weil mit dem 68-jährigen Josef Görtz ein Erkelenzer das Grab seines Vaters besucht. Josef Görtz hatte erst 1993 über seine Gastgeber in St.James dieses Grab ausfindig gemacht und damit jahrzehntelange Ungewissheit beenden können. „Im Angesicht dieses so friedlich scheinenden Ortes, verbunden mit der ganz persönlichen Betroffenheit, wird einem die ganze Grauenhaftigkeit des Geschehens erst richtig bewusst”, so erklärt Reiseleiter Theo Meurer die Ergriffenheit aller, die an der kurzen Zeremonie am Grab von Adam Görtz teilnahmen.

Dass in den 35 Jahren der deutsch-französischen Partnerschaft zwischen Erkelenz und St.James über das Opfergedenken hinaus Enormes zur Völkerverständigung geleistet wurde, wurde in den fünf Tagen auch auf andere Weise deutlich. Ausflüge zu touristisch interessanten Orten, französisches Savoir Vivre in Cafés und Restaurants und am Abend die sprichwörtliche Gastfreundschaft beeindruckten aufs Neue die „alten Hasen” genauso wie die, die zum ersten Mal dabei waren.

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