Verschollener Wetterhahn dreht sich wieder auf dem Kirchturm

Von: koe
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Pastor Werner Rombach segnete den renovierten Wetterhahn, bevor dieser zur Kirchturmspitze in Golkrath gehievt wurde. Foto: Koenigs

Erkelenz-Golkrath. Zahlreiche Schaulustrige hatten sich an der Pfarrkirche in Golkrath zusammengefunden, um dabei zu sein, als der Kirchturm seinen Wetterhahn wiederbekam. Damit fand eine lange Geschicht ein Ende, die am 25. Februar 1945 begann. Der Vorsitzende der Dorfgemeischaft Golkrath-Hoven erinnerte an diesen Kriegstag vor dem Einmarsch amerikanischer Truppen. Damals sprengten deutsche Pioniere den 63 Meter hohen Turm der neugotischen Kirche in Golkrath.

Durch die Sprengung wurde die Kirche so stark beschädigt, dass nur noch die Grundmauern stehen blieben.

Der Kirchturm sollte bei der Sprengung nicht in das Kirchenschiff fallen. Man verfolgte mit dieser Sprengung vielmehr den Zweck, eine Panzersperre auf der nach Hückelhoven führenden Straße zu schaffen.

Bei den Aufräumarbeiten, die bei der Rückkehr der evakuierten Bevölkerung Ende 1945 begann, verschwand der Wetterhahn und galt jahrzehntelang als nicht mehr vorhanden. Da der Hahn aus massiven Kupfer bestand, vermutete man, dass er nach dem Zweiten Weltkrieg als wertvolles Rohmetall verkauft wurde.

Erst im März 2009 fand man bei den Sanierungsarbeiten der Sakristei und den darunter befindlichen Kellerräumen völlig überraschend den bis dahin verschollenen und durch Karabinereinschüsse geschädigten Wetterhahn.
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