Unternehmen informieren sich über alternative Ausbildungsprogramme

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Landrat Stephan Pusch (vorne, Mitte) im Kreis der Ausrichter der Veranstaltung im GSZH (von links nach rechts): Jürgen Koch, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Aachen-Düren, Georg Stoffels, Handwerkskammer Aachen, Peter Gronostaj, Stadt Aachen, Elke Breidenbach, Zweckverband Region Aachen, Peter Beumers, FH Aachen, Zehra Sanli, Zweckverband Region Aachen, Sabrina Reichler, Agentur für Arbeit Aachen-Düren, Axel Wahlen, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg, und Ellen Lenders, IHK Aachen. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Rund 60 Vertreter regionaler Unternehmen informierten sich im Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven (GSZH) über alternative Ausbildungsprogramme. „Die Zahl der Schulabgänger wird auch im Kreis Heinsberg in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Unternehmen sollten somit schon heute aktiv werden, um ihre Mitarbeiter für die Zukunft auszubilden“, erläuterte Landrat Stephan Pusch in seiner Begrüßung den Hintergrund der Veranstaltung „Ausbilden für die Zukunft im Kreis Heinsberg“.

„Aus Bildung wird was: nämlich Fachkräfte für die regionale Wirtschaft“, lautete die zentrale Botschaft eines Impulsvortrags von Jürgen Koch, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Ausbilden im Verbund, Teilzeitberufsausbildung und das duale Studium bilden dabei nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten, die sich Betrieben bietet, um Poten­ziale zu nutzen und Talente aus der Region zu gewinnen.

Anschließend berichteten Vertreter von Unternehmen aus der Region in zwei moderierten Gesprächsrunden von ihren Erfahrungen mit den alternativen Ansätzen in der Berufsausbildung, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) und ihren Kooperationspartnern bei dieser Veranstaltung in den Fokus gerückt wurden.

Oliver Roßbruch, Geschäftsführer des Aachener Softwareunternehmens aixtema, hat sich zum Beispiel entschieden, an dem Projekt Switch, einer verkürzten Ausbildung für Studienabbrecher, teilzunehmen. Der Fenster- und Haustürenproduzent Kochs aus Herzogenrath hat gute Erfahrungen mit der Teilzeitberufsausbildung von jungen Müttern gemacht, wie Prokuristin Margret Quandel und die Auszubildende Ramona Erkens übereinstimmend schilderten. Gereon Frauenrath, Geschäftsführer des Heinsberger Bauunternehmens Frauenrath, berichtete wiederum von Erfolgen in der Ausbildung von Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf im schulischen Bereich.

Vorgestellt wurden auch die Möglichkeit einer Berufsausbildung mit Auslandsanteilen am Beispiel des Heizungs- und Sanitärbauers Niessen aus Erkelenz sowie die Chancen einer Verbundausbildung, über die der ebenfalls in Erkelenz ansässige Spezialdienstleister für Wind- und Solarenergieanlagen PSM berichtete.

Am Beispiel des Textilmaschinenherstellers Saurer Schlafhorst aus Übach-Palenberg, wo diese Form der Ausbildung bereits seit vielen Jahren angeboten wird, wurde schließlich auch die Option eines dualen Studiums erläutert.

Markt der Möglichkeiten

Im Anschluss an die Podiumsvorstellungen bot sich den Gästen die Gelegenheit, bei einem Markt der Möglichkeiten nähere Informationen zu den vorgestellten Programmen zu erhalten sowie mit den Diskussionsteilnehmern und untereinander ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung im Kreis Heinsberg bildet den Auftakt einer Reihe entsprechender Angebote, die auch in den anderen Kreisen der Region Aachen in der Partnerschaft von Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Kammern, der Agentur für Arbeit und der Fachhochschule umgesetzt werden soll.

„Wir freuen uns, dass die Präsentation der alternativen Ausbildungsprogramme von den Unternehmen im Kreis Heinsberg so interessiert aufgenommen wurde“, zeigte sich Axel Wahlen, stellvertretender WFG-Geschäftsführer, zufrieden.

„Wir sind zuversichtlich, dass das Format auch in den anderen Kreisen der Region auf großes Interesse stößt und zu einem regen Austausch führt“, erklärte Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen beim Zweckverband Region Aachen.

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