Ungewohnte Einblicke in die Berufswelt

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
erk-camphauptschule-bu
Im Natur-Hochseilgarten Nettersheim: Um das Ziel zu erreichen, ist Teamarbeit gefragt.

Erkelenz-Gerderath. Im Rahmen der Berufsorientierung beschäftigten sich 26 Achtklässler der Arnold-von-Harff-Schule eine Woche lang mit den verschiedenen Facetten der Berufswelt. Vier Tage lang erarbeiteten sie in der Jugendbildungsstätte Kall-Krekel (Kreis Euskirchen) Fragen über ihre persönlichen Stärken, Voraussetzungen für eine Ausbildungsstelle, Ausbildungsmöglichkeiten und verschiedene Berufsfelder.

Zum Programm gehörten auch Betriebsbesichtigungen, bei der die Schüler interessante Einblicke in die Berufswelt und das Arbeitsleben erhielten. Die gewonnenen Eindrücke wurden später in der Gruppe ausgewertet und besprochen. Gestaltet wurde das viertägige Programm vom Kolping-Bildungszentrum in Erkelenz.

Doch die Schüler kümmerten sich auch selbst, zum Beispiel um die Verpflegung während des viertägigen Camps. Ergänzt wurden die Arbeitseinheiten durch ein kreatives Spiel- und Sportprogramm. Dazu gehörte auch ein Besuch im Natur-Hochseilgarten Nettersheim.

Dort konnte im übertragenen Sinne die Karriereleiter hinaufgeklettert werden, wobei Teamgeist und soziale Kompetenz eine ebenso große Rolle spielten wie der Durchsetzungswille, denn Alleingänge waren dabei nicht zwangsläufig erfolgreich. Abends wurden wieder die „Ergebnisse und Erkenntnisse der Arbeitsmarktforschung” in der Gruppe mit Mitschülern und Lehrern besprochen.

Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Euskirchener Webereimuseum. Die letzte Exkursion der Woche führte zum Braunkohletagebau, wo wiederum die beruflichen Aspekte und Ausbildungsmöglichkeiten im Vordergrund standen.

Schulleiter Karl-Heinz Sonntag ist von den Vorteilen des Berufsorientierungscamps überzeugt. „Um Fehlentscheidungen bei der Berufswahl vorzubeugen, müssen sich die Schüler frühzeitig mit der Arbeitswelt und ihren Anforderungen auseinandersetzen”, erklärt er. „Das Camp bietet den Achtklässlern die Möglichkeit, in einem attraktiven außerschulischen Rahmen mit ihren Chancen und Möglichkeiten die Möglichkeiten und Perspektiven auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu erkennen.” Die Erkenntnisse aus dem Campusaufenthalt fließen in den nächsten Wochen in die Regelangebote der innerschulischen Berufsorientierung ein.

Ermöglicht wurde das Berufsorientierungscamp durch Fördermittel in Höhe von 7500 Euro aus dem Innovationsprojekt „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten” der Regionaldirektion NRW der Bundeagentur für Arbeit und des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Unterstützt werden über 1300 allgemein bildende, weiterführende Schulen in NRW. Dabei ist das Berufsorientierungscamp eines von insgesamt zehn verschiedenen Modulen.

Insgesamt wurden die Schulen in NRW von 2008 bis 2010 mit rund 30 Millionen Euro bei der Umsetzung von Maßnahmen zur innerschulischen Studien- und Berufsorientierung unterstützt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert