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Unfälle im Kreis: Junge Erwachsene bilden die Hauptproblemgruppe

Von: disch
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Bei diesem Verkehrsunfall auf der Dürener Straße zwischen Geilenkirchen und Immendorf kam am Freitag ein 27-jähriger Autofahrer ums Leben. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Heinsberg ist im vergangenen Jahr auf 6485 zurückgegangen. Im Jahr 2007 lag sie noch bei 6533. So sind auch die Zahlen der Schwerverletzten (von 224 auf 208) und der Leichtverletzten (von 1004 auf 991) gesunken.

Hingegen gab es einen drastischen Anstieg der Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer: auf 15. Allerdings hatte die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2007 mit sieben den niedrigsten Stand seit der kommunalen Neugliederung 1972 aufgewiesen.

Bei der Vorstellung der Verkehrsunfalllage 2008 berichtete Polizeidirektor Hans-Joseph Rademacher am Dienstagnachmittag im Heinsberger Kreishaus von einem Anstieg der Zahlen der verunglückten Senioren (von 127 auf 145), allerdings konnte er auch einige Rückgänge vermelden. So sind weniger Motorradfahrer (von 87 auf 58), weniger Jugendliche (von 134 auf 103), weniger Kinder (von 136 auf 110) und weniger Fußgänger (von 90 auf 78) verunglückt.

Auch die Zahl der aktiv verunglückten jugendlichen motorisierten Zweiradfahrer ging nachhaltig zurück: von 66 auf 49. Die Polizei führt dies vor allem auf intensivierte Kontrollen mit Blick auf „frisierte” Mofas und Motorroller zurück.

Über dem NRW-Wert

Was die Häufigkeitszahlen angeht (Verunglückte pro 100000 Einwohner) liegt der Kreis Heinsberg mit 472 weiter über dem NRW-Wert von 417. Besonders traurig: Der Kreis Heinsberg nimmt in der Gruppe der jungen Erwachsenen (im Alter von 18 bis 24 Jahre) mit dem zweithöchsten Wert den vorletzten Platz im Landesvergleich ein. Die Zahl der aktiv verunglückten jungen Erwachsenen ist weiter angestiegen: von 199 auf 207.

In der Statistik der Hauptunfallursachen liegt die Problematik Abbiegen / Wenden mit 423 Fällen (2007: 465) weiter an der Spitze vor Geschwindigkeit mit 401 Fällen (2007: 386) und Vorfahrt / Vorrang mit 343 Fällen(2007: 346).

Allerdings spiele vor allem zu hohes oder nicht angepasstes Tempo, zum Teil indirekt, bei sehr vielen Unfällen eine Rolle, so der Polizeidirektor, der sich deshalb besonders erfreut darüber zeigte, dass der Kreis Heinsberg die Überwachungsmaßnahmen der Polizei nicht nur mit stationären Messanlagen, sondern inzwischen auch mit einer mobilen Einheit unterstützt - nicht um Geld einzunehmen, wie Rademacher betonte, sondern um Unfallzahlen zu senken.

Immer noch über der 1000er Grenze liegt die Zahl der Verkehrsunfälle mit Flucht, auch wenn sie von 1226 im Jahr 2007 auf 1091 im Jahr 2008 zurückging.
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