Kreis Heinsberg - Unermüdlichen Einsatz für die Lebenshilfe belohnt

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Unermüdlichen Einsatz für die Lebenshilfe belohnt

Von: kkli
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Bei der Feierstunde im Jugendheim von Wassenberg-Myhl: Landrat Stephan Pusch (l.) überreichte die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Hans-Willy van Kann. Maria van Kann erhielt einen Blumenstrauß. Foto: Walter Brehl

Kreis Heinsberg. Mit der Überreichung der vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Hans-Willy van Kann im Pfarrjugendheim in Wassenberg-Myhl hat dessen unermüdlicher Einsatz für die Lebenshilfe für Behinderte im Kreis Heinsberg eine mehr als verdiente Anerkennung gefunden.

Auch die Initiierung vieler Projekte und die Übernahme des Vorsitzes im Vorstand der Lebenshilfe fanden Eingang in die Antragstellung von Heinz Schaps.

Hans-Willy van Kann, der als Verwaltungsamtsrat bei der AOK das Team Pflegeversicherung leitet, trat 1984 in die Lebenshilfe ein. Seit 1991 beteiligte er sich als Beisitzer in der Vorstandsarbeit. 1995 übertrugen ihm die Mitglieder den Vorsitz. Wesentliche Entwicklungsschritte waren die Einführung integrativer Einrichtungen und Wohnungsangebote bis zum Betreuten Wohnen.

Auf den verschiedenen Verbandsebenen der Lebenshilfe vertritt van Kann die Interessen des Vereins und setzte neue Erkenntnisse rasch im Kreis Heinsberg um. Seit 1996 gehört er als beratendes Mitglied dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Kreises an. Dort bringt er seine reichhaltige berufliche Erfahrung und seine als Vereinsvorsitzender erworbenen Erkenntnisse ein.

Der Landrat fügte der offiziellen Begründung warmherzige, persönliche Worte an, denn die formale Bewertung könne Idealismus, Engagement und Nachhaltigkeit nur schwer messen. Pusch versicherte dem Ordensträger: „Ich bin der Überzeugung, dass Sie wirklich Außergewöhnliches geleistet haben. Bereits aus der offiziellen Begründung geht hervor, dass Sie in ihrem Leben gleich zwei schwere Schicksalsschläge meistern mussten. Der frühe Tod gleich zweier Kinder könnte manch einen veranlassen, sich gänzlich ins Private zurückzuziehen. Nicht so bei Ihnen.

Sie begannen Ihr Engagement aus gutem Grund noch zu Lebzeiten Ihres schwerstbehinderten Sohnes. Auch nach seinem Tod verschreiben Sie sich dem Wirken der Lebenshilfe: Sie sind präsent, Sie sind überzeugt von der Sache, Sie sind in der Lage, Anstöße und Anregungen aufzunehmen und umgehend zum Wohle Dritter umzusetzen, und Sie sind bereit, neue Wege zu gehen.” Pusch merkte zur Behindertenarbeit im Kreis Heinsberg an, vieles habe Vorbildcharakter. Viele engagierte Menschen wirkten dabei mit. Van Kann habe die Behindertenarbeit im Kreis in vielen Jahren mitgeprägt.

Bürgermeister Manfred Winkens überbrachte die Glückwünsche der Stadt Wassenberg: „Das bürgerliche Engagement des Herrn van Kann geht weit über das normale Maß hinaus. Es verdient Dank und besondere Anerkennung.”

Hans-Willy van Kann dankte in seiner bescheidenen, liebenswerten Art Landrat und Bürgermeister, AOK und Lebenshilfe, aber besonders auch seiner Frau Maria: „Ohne den Antrieb und die Unterstützung meiner Frau würde ich heute nicht hier stehen.”
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