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Ulla Meurer setzt sich für die Gleichstellung ein

Von: disch
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Sie ist die neue Landesvorsitz
Sie ist die neue Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Nordrhein-Westfalen: Ulla Meurer aus Heinsberg.

Kreis Heinsberg. „Es gibt noch eine Menge zu tun in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland. Es geht um die tatsächliche Gleichstellung von Frauen.” Dies sagte die mit überwältigender Mehrheit gewählte neue Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Ulla Meurer aus Heinsberg.

Damit verwies sie auf das AsF-Motto zum Internationalen Frauentag an diesem Donnerstag: „Ist schon wieder Frauentag? Gleichstellung muss Gesetz(t) sein!”

Dieses Motto solle deutlich machen, so Meurer, dass endlich Schluss sein müsse mit den jährlich wiederholten Forderungen von Frauen und Frauenverbänden, das Grundgesetz („Männer und Frauen sind gleichberechtigt”) umzusetzen. Passiert sei nichts. Auch die Forderung von ­einer Quotenregelung für Aufsichtsräte und Vorstandsetagen von Unternehmen werde mit schöner Regelmäßigkeit alljährlich zum Frauentag wiederholt. Für Ulla Meurer steht fest: „Die Zeit der freiwilligen Lösungen ist vorbei, denn ohne gesetzliche Regelungen wird sich nichts ändern.” Und sie zitierte die AsF-Forderungen: „Wir wollen eine gesetzliche Frauenmindestquote für Aufsichtsräte und Vorstände von mindestens 40 Prozent. Es braucht endlich ein Gesetz, das tatsächliche Lohngleichheit und -gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern schafft und Diskriminierung verhindert. Der gesetzliche Mindestlohn muss Realität werden, damit Lohndumping in Frauenberufen keine Chance hat. Bessere Aufstiegschancen von Frauen in der Privatwirtschaft müssen mit einem Gleichstellungsgesetz gefördert werden.”

Ulla Meurer (56), die sechs Jahre lang stellvertretende Landesvorsitzende war, berichtete von der AsF-Landeskonferenz in Dortmund: Sie sei gleich von allen vier Regionalverbänden (Mittelrhein, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe und Westfälisches Westfalen) als Nachfolgerin von Gerda Kieninger vorgeschlagen worden. Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion habe aus persönlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidiert. In geheimer Abstimmung, so wie sie die Wahlordnung vorschreibe, seien dann auf sie bei 144 abgegebenen Stimmen 131 Ja entfallen, freute sich Ulla Meurer. Es habe sechs Nein und sieben Enthaltungen gegeben. Dies entspricht also einer Zustimmung von über 90 Prozent.

Die gelernte Industriekauffrau aus Heinsberg war bei der Landtagswahl im Jahr 2005 - aus der Arbeitslosigkeit heraus - völlig überraschend über die Reserveliste in das Düsseldorfer Parlament eingezogen. Im Landtag arbeitete sie unter anderem an frauenpolitischen Themen. 2010 gelang ihr aber der erneute Einzug in das Parlament nicht. Sie habe sich nicht arbeitslos gemeldet, so Meurer, aber de facto sei sie arbeitslos. Sie engagiere sich ehrenamtlich: als Mitglied im Landespräventionsrat und als Vorstandsmitglied im Frauenrat NRW sowie im Kuratorium der für benachteiligte Gruppen eintretenden Karl Heinz und Hannelore Bösken-Diebels-Stiftung.

Die mögliche Rückkehr in den Landtag nach der nächsten Wahl sei für sie als neue AsF-Landesvorsitzende in der Tat wieder in den Blick geraten: „Ich könnte es mir vorstellen.” Aber es sei schon länger nicht mehr so, dass die Arbeitsgemeinschaften alle vorne auf der Reserveliste abgesichert seien. Dies sei keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern müsse erarbeitet werden. Ulla Meurer lässt aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie gerne wieder in den Landtag zurückkehren würde, wenn sich die Chance dazu eröffnen würde. „Weil man etwas bewegen kann”, sagt sie im Blick zurück auf ihre fünf interessanten und lehrreichen Jahre in Düsseldorf.

In der AsF will sie nun vor allem auch die interne Informationspolitik verbessern. Mit einem Newsletter sollen flächendeckend alle auf einen Informationsstand gebracht werden. Und über die AsF-Grenzen hinweg liegt ihr eine verstärkte Netzwerkbildung der Frauenverbände am Herzen.

AsF im Unterbezirk tagt an diesem Donnerstag

Aus Anlass des Internationalen Frauentages trifft sich die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im SPD-Unterbezirk Heinsberg trifft sich an diesem Donnerstag, 8. März, um 18.30 Uhr zu ihrer Mitgliederversammlung im Maria-Müller-Haus (AWO-Heim) im Übach-Palenberger Stadtteil ­Boscheln an der Roermonder Straße 177.

Auf der Tagesordnung dieser Versammlung sind unter anderem die Vorstandswahlen vorgesehen. Aber auch die Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille - an Eva-Maria Piez - steht im Blickpunkt.
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