Übung: Feuerwehr rettet Seniorin aus Flammenhölle

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Rettung vor Flammen und Rauch:
Rettung vor Flammen und Rauch: Die Bewohnerin Annelie Lenzen wird in die Übung der Feuerwehr Wassenberg eingebunden. Sie wird über eine Leiter vom Balkon ihrer Wohnung in Sicherheit gebracht.

Wassenberg. Dichter Rauch dringt aus dem Seniorenwohnpark „In den Auen” in Wassenberg. An der Nordseite des Hauses hat sich Annelie Lenzen aus ihrer Wohnung mit der Nummer zehn auf den Balkon gerettet. Sie schreit um Hilfe.

Aber lange muss sie nicht schreien, denn kurz darauf trifft die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wassenberg am Seniorenpark ein. Schnell wird die 69-Jährige über eine Leiter vom Balkon gerettet.

Indes dringt ein weiterer Trupp Feuerwehrleute mit Atemmasken in das Gebäude ein, denn in einer Wohnung soll sich noch eine andere Person im Rollstuhl befinden.

Das Szenario ist glücklicherweise nur eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wassenberg. Mit insgesamt 16 Wehrleuten und vier Einsatzwagen ist sie vor Ort, um das Löschen und Retten zu proben.

„Den Vorschlag zu der Übung habe ich den Bewohnern unterbreitet”, erklärt Gabriele Craß, Leiterin der Caritas-Pflegestation Wassenberg. Die Pflegestation hat in dem Gebäude „In den Auen” ein Servicebüro, in dem Mitarbeiterin Angelika Frings als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht sowie Veranstaltungen für die Bewohner organisiert. Zudem hat die Caritas in jeder Wohnung ein Hausnotrufgerät installiert, das als Basisleistung zum Miet- oder Kaufvertrag der Wohnung gehört. Weil die Bewohner viel Wert auf Sicherheit legen, seien sie von der Idee zur Übung augenblicklich Feuer und Flamme gewesen, erzählt Gabriele Craß. Und so wurde dort zum ersten Mal ein solcher Ernstfall geübt.

Vor dem eigentlichen Einsatz durften die Bewohner einen Blick in die verqualmte Wohnung, die auch der vermeintliche Brandherd war, werfen. Dabei erhielten sie auch einige Verhaltenstipps von der Feuerwehr, etwa, dass man bei Rauch stets auf dem Boden in Richtung Tür kriechen soll.

Annelie Lenzen hat gut aufgepasst. „Ich bin froh, dass wir diese Übung gemacht haben, auch wenn ich ein wenig wackelige Knie hatte, nachdem ich die Leiter heruntergestiegen bin”, gesteht sie. Nun wisse sie jedoch, dass einem im Ernstfall geholfen werde. Dennoch könne es nicht schaden, diese Übung im nächsten Jahr zu wiederholen, erklärt sie.

Sicher hat sich auch Angelika Frings gefühlt. Sie mimte die Person, die tatsächlich in einem Rollstuhl versteckt in Wohnung neun saß, um von den Feuerwehrleuten aufgefunden und über das Treppenhaus gerettet zu werden. „Beim Transport im Rollstuhl über die Treppen war ich in keinem Moment unsicher”, sagt sie.

Zufrieden mit dem Einsatz ist auch Übungsleiter Max Wilms. „Wir haben das Ziel, das Gebäude kennen zu lernen und den Bewohnern die Angst vor dem Ernstfall zu nehmen, erreicht”, betont er.
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