Über 98 Prozent: SPD nominiert Ralf Derichs

Von: disch
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Die SPD geht optimistisch in den Wahlkampf: Norbert Spinrath (r.), Unterbezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, gratulierte Ralf Derichs, der als Landratskandidat aufgestellt wurde und die Reserveliste für die Kreistagswahl anführen wird, und Karin Bonitz, die als Nummer zwei die erste Frau auf der Liste ist. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Ralf Derichs (52) durfte sich über stehende Ovationen nach seiner Rede und über eine Zustimmung von über 98 Prozent bei der geheimen Wahl freuen.

 Der Diplom-Finanzwirt aus Erkelenz wurde bei der Kreiswahl-Delegiertenkonferenz des SPD-Unterbezirks Heinsberg am Samstagmittag in der Festhalle von Gangelt-Hastenrath mit 57 Ja-Stimmen – bei nur einem Nein – als Landratskandidat der Sozialdemokraten für die Kommunalwahl am 25. Mai aufgestellt. Derichs, der stellvertretender Vorsitzender sowohl der Kreistagsfraktion als auch des Unterbezirks ist, führt ebenfalls die Reserveliste der SPD für die Kreistagswahlen an. Norbert Spinrath, Unterbezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, gratulierte zum „tollen Ergebnis“, das „sensationell“, aber auch „verdient“ sei.

Klare Ziele hat der sozialdemokratische Landratskandidat: „Wir brauchen den Wechsel an der Spitze der Kreisverwaltung und andere gestalterische Mehrheiten im Kreistag“, sagte Derichs. „Mit einer deutlich stärkeren neuen SPD-Fraktion wollen wir die seit Gründung des Kreises bestehende absolute Mehrheit der CDU brechen. Und wir wollen andere, sozialdemokratische Akzente an der Spitze der Kreisverwaltung mit einem neuen Landrat.“

Die SPD habe bei den Kreistagswahlen vor fünf Jahren das schlechteste Ergebnis in der jetzt gut 40-jährigen Geschichte des Kreises eingefahren. „Das wird sich nicht wiederholen“, kündigte Derichs unter Verweis auf bessere Rahmenbedingungen an. Und er bezeichnete es als eine Frage der sozialdemokratischen Ehre, mindestens den Wahlkreis 27 in Übach-Palenberg, zu dem Boscheln gehöre, zurückzugewinnen.

Der Kreis Heinsberg sei wirklich „ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen“, so Derichs, „aber er wird unter Wert regiert. Er wird verwaltet – aber nicht gestaltet.“ Der fehlende Gestaltungswille, der fehlende Mut einer scheinbar fest zementierten politischen Mehrheit, auf die Herausforderungen der Zeit zu reagieren und mutig auch neue Wege zu gehen, liege „wie Mehltau auf unserem Kreis“ und behindere seine Entwicklungschancen.

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