Tüddern erlebt Ansturm wie selten zuvor

Von: agsb
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Alte Traktoren soweit das Auge
Alte Traktoren soweit das Auge reicht: Der Oldtimer- und Handwerkermarkt am Bauernmuseum in Tüddern wurde am Pfingstwochenende wieder zu einem großen Treffpunkt für Jung und Alt. Viele Besucher kamen in den Selfkant.Fotos (3): agsb

Selfkant-Tüddern. Bereits am Donnerstag waren viele Wohnwagen - durch den Selfkant ziehend - gesichtet worden. Nicht mit niederländischen Kennzeichen, sondern sie kamen aus allen Teilen des Rheinlandes und aus der Eifel. Und die Beobachter staunten schon.

Denn Trecker aus alter Zeit zogen die Wohnwagen. Ihr Ziel war das Bauernmuseum in Tüddern. Dort wurde am Pfingstsonntag auf dem großen Außengelände der zweitägige Oldtimer- und Handwerkermarkt eröffnet.

Die Sorgen der Interessengemeinschaft Bauernmuseum, das Wetter könnte einen Streich spielen, verflogen schon nach dem ersten großen Andrang am Vormittag. Jung und Alt waren gekommen. Vor dem Eingangstor bildete sich eine Warteschlange von rund 50 Metern Länge. Im Ort standen die Autos dicht an dicht, Tüddern erlebte den vielleicht größten Pfingstansturm bislang.

Bereits auf dem Handwerkermarkt im Eingangsbereich gab es ein dichtes Gedränge, wobei das Angebot auch wirklich groß war. Da wurde das goldene Handwerk präsentiert, zum Beispiel mit Klöppeln oder Holzschnitzen.

Am Imkermobil aus Waldfeucht-Haaren wurde die Königin bestaunt; dort gaben die Imkerfreunde Tipps. Im Bauernmuseum selbst ratterte und knatterte es an allen Ecken und Enden. Fast alle Geräte waren im Einsatz. Da staunte nicht nur die Jugend.

Die Augen auch der älteren Generation leuchteten. Viele Erinnerungen an die Landwirtschaft vergangener Jahrzehnte ohne moderne Technik flammten auf. Die Jüngeren wollten zum Teil gar nicht glauben, wie früher unter anderem das Getreide geerntet wurde.

Weiterhin lockte Historiker Willi Hostenbach mit seiner großen Fotoausstellung zur Selfkantgeschichte.

Der angrenzende Backes war bereits am Vorabend des Pfingstsonntags auf Höchsttemperaturen aufgeheizt worden. Die frischgebackene Selfkant-Flaa war erneut der Renner.

Eine Auflage des Kreises zur Absicherung des angrenzenden Waldgeländes sorgte ungewollt für eine neue Attraktion. Das Areal für das Baumstammziehen wurde von einem Seitenstreifen fast mitten ins Ausstellungsgelände verlegt und erwies sich als Zuschauermagnet.

Die Kraftakte der alten Lanz-Bulldogs machten gleich beim Rundgang neugierig. Einige Male bissen sich die Baumstämme regelrecht ins Gelände fest, da drehten nicht nur Reifen durch, auch der Lanz-Bulldog kreiste mit den Vorderreifen in der Höhe.

Die Interessengemeinschaft hatte besonders darauf geachtet, dass die Ausstellungsfahrzeuge und Geräte in Reih und Glied standen.

Neben den Schmuckstücken der Landwirtschaft zogen auch Pkw-Oldtimer sowie betagte Motorräder die Blicke auf sich. Und es war wie immer: Viele Oldtimerliebhaber schauten vorbei, stellten ihr eigenes Schmuckstück ab und schlenderten selbst über durch das große Gelände. Auch der restaurierte Deutz-Standmotor aus dem Jahr 1912 war einer der vielen Höhepunkte rund um das Bauernmuseum.
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