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Trickdieb gibt sich als Mann vom Wasserwerk aus

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Kreis Heinsberg. Von einem dreisten Trickdiebstahl berichtete die Pressestelle der Polizei am Mittwoch: Als Mitarbeiter des Wasserwerkes hat sich demnach am Montagmittag in Heinsberg an der Ratheimer Straße ein Mann ausgegeben, der vorgab, Arbeiten in einem Haus durchführen zu müssen.

Die arglose, betagte Dame gewährte dem Mann deshalb Zutritt zu ihrem Haus. Da angeblich vor dem Haus Überprüfungsarbeiten vorgenommen werden müssten, forderte er von der Frau einen bestimmten Geldbetrag. Dieser Forderung kam die Dame unwissend nach.

Später musste sie nicht nur den Verlust des ausgehändigten, sondern auch ihres übrigen Geldes feststellen. Die Polizei veröffentlichte eine Täterbeschreibung: Der Unbekannte war von normaler Statur und trug dreckige Handwerkerkleidung.

Der Mann wurde auf etwa 30 Jahre geschätzt und sprach deutsch. Die Polizei nahm den aktuellen Fall in der Kreisstadt auch zum Anlass, Vorbeugungstipps mit Blick auf Trickbetrug und Trickdiebstahl zu geben: Die Täter würden die Arglosigkeit vor allem älterer Menschen gerne ausnutzen, um sie in ihren eigenen Wohnungen zu bestehlen oder zu betrügen.

Das erste Ziel der Täter: Sie wollen eingelassen werden, damit sie mit dem Opfer allein sind. Dann brauchen sie keine Zeugen und keine Hilfe für das Opfer zu befürchten. Mit geschickten Ablenkungsmanövern gelingt es ihnen sogar in Anwesenheit des Opfers, die Wohnung zu durchstöbern.

Den Zugang zu den Wohnungen erschleichen sie sich so: Die Täter kommen angeblich von den Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von Hausverwaltung, Kirche, Krankenkasse, Rentenversicherung, Polizei, Post oder vom Sozialamt. Die Liste der Behauptungen lässt sich laut Polizei beliebig erweitern.

So können sich Bürger gegen Trickbetrug und Trickdiebstahl schützen:

Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür an (Türspion, Blick aus dem Fenster). Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, nutzen Sie eine Türsprechanlage. Öffnen Sie die Haus- oder Wohnungstür nicht, wenn Unbekannte geklingelt haben. Fordern Sie von Personen, die angeben von einer Behörde zu sein, den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (Druck, Foto, Stempel).

Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie bei der Behörde nach, bevor Sie die Person einlassen. Suchen Sie die Telefonnummer möglichst selbst heraus. Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie bestellt haben oder vom Vermieter oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

Ziehen Sie bei unbekannten Besuchern Angehörige oder Nachbarn hinzu oder bestellen Sie die Person zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. Wehren Sie sich gegen zudringliche Personen energisch (machen Sie laut auf sich aufmerksam, um Hilfe zu erhalten, zeigen Sie abweisende Gestik und Mimik).

Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden: Notruf 110.

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