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Traumland gewinnt Integrationspreis

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Das Familienzentrum Traumland in Hückelhoven gewinnt mit dem Projekt „zusammenNähen ... entwerfen, umsetzen, verändern mit Frauen verschiedener Herkunft!“ den ersten Integrationspreis der Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung.

In diesem Jahr verleiht die Sparkassen-Stiftung zum ersten Mal den Integrationspreis. Die Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. Mit diesem Preis, der zusätzlich zu dem seit 2002 existierenden Begegnungspreis jährlich ausgeschrieben werden soll, sollen diejenigen gewürdigt werden, die sich in besonderer Weise zur Förderung der Integration im Kreis Heinsberg eingesetzt haben.

Ehrenamtliches Engagement

Teilnehmen konnten Einzelpersonen, Teams, Vereine, Institutionen oder Schulklassen, die in den vergangenen zwölf Monaten herausragendes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gezeigt haben.

Den ersten Integrationspreis vergab die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Kuratoriums und des Vorstandes der Stiftung sowie Redakteuren der lokalen Presse (unter ihnen Regionalredakteur Dieter Schuhmachers vom Zeitungsverlag Aachen), an das Hückelhovener Familienzentrum Traumland mit dem Projekt „zusammenNähen ... entwerfen, umsetzen, verändern mit Frauen verschiedener Herkunft!“.

Projekt läuft seit 2009

Das Familienzentrum bietet seit April 2009 in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hückelhoven dieses Projekt an, um Frauen verschiedener Herkunft zusammenzuführen. Entstanden ist die Idee bei einem Elterncafé im Familienzentrum, nachdem Mütter den Wunsch nach einem Nähkurs geäußert hatten. Kreatives Interesse und handwerkliches Geschick verbindet viele Frauen unterschiedlicher Herkunft.

Hemmschwellen abbauen

Innerhalb des Nähkurses wird großer Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmerinnen mit der deutschen Sprache vertrauter werden und Hemmschwellen abbauen. In ungezwungener Atmosphäre können die Frauen sich austauschen. Neue Netzwerke entstehen, und gegenseitiges Verständnis und Wissen über die verschiedenen Kulturen werden entwickelt und vertieft.

Die Teilnehmerinnen beteiligen sich aktiv an Veranstaltungen der Stadt, zum Beispiel dem Fest der Kulturen. Im Rahmen des City-­Festes der Stadt Hückelhoven führt die Projektgruppe regelmäßig eine Modenschau durch.

Eigenes Label

Mittlerweile ist sogar ein eigenes Label „zusammenNähen“ entstanden. Unter diesem Label fertigen die Teilnehmerinnen ehrenamtlich Kirschkernkissen für das Begrüßungspaket der Stadt Hückelhoven.

In der Begründung zur Vergabe des Preises hob die Jury insbesondere hervor, dass dieses Projekt die Eingliederung von Frauen fördere. Ihnen komme nachweislich eine Schlüsselfunktion für den Verlauf und das Gelingen der Integration ganzer Familien ausländischer Herkunft zu.

Die offizielle Preisverleihung wird im Rahmen einer Feierstunde stattfinden.

Reisegutscheine verlost

Unter allen Einreichern von Vorschlägen für die Vergabe des ersten Integrationspreises wurden drei Reisegutscheine verlost. Die glücklichen Gewinner sind: Christian Ehlers aus Erkelenz, Wolfgang Paulus aus Heinsberg und Bernd Jansen aus Hückelhoven

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Sparkassendirektor Thomas Pennartz, bedankte sich im Namen des Vorstandes sowie des Kuratoriums der Stiftung bei allen Einreichern von Vorschlägen bei dieser Premiere.

„Die erste Ausschreibung des Integrationspreises hat gezeigt, dass es viele gute Projekte gibt, die das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern fördern. Wir freuen uns darauf, die Bürger des Kreises Heinsberg auch in Zukunft durch die Vergabe des Preises auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen“, fuhr Pennartz fort und ermutigte diejenigen, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt worden seien, sich im kommenden Jahr erneut zu bewerben.

Hoffnung auf neue Vorschläge

Gleichzeitig freue sich die Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung auf viele neue Vorschläge, da der diesjährige Preisträger zeige, dass Integration auch durch vermeintlich kleine Maßnahmen vorbildlich gelebt werden könne, erklärte der Sparkassendirektor weiter.

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