Trauer um Kommunalpolitiker Laumanns

Von: disch
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Im Alter von 70 Jahren gestorben: Erich Laumanns (CDU). Foto: Kreis

Kreis Heinsberg. Der Kreis Heinsberg trauert um Erich Laumanns: Mit ihm verliere der Kreis eine Persönlichkeit, „die sich in vier Jahrzehnten kommunalpolitischer Tätigkeit mit ganzer Kraft für das Wohl des Kreises Heinsberg eingesetzt hat”, erklärte am Donnerstag Landrat Stephan Pusch zum Tod des CDU-Kommunalpolitikers aus der Stadt Erkelenz.

Bäckermeister Erich Laumanns war am Dienstag im Alter von 70 Jahren gestorben. Die Exequien sind am Montag um 14.30 Uhr in der Kückhovener Pfarrkirche St. Servatius. Anschließend erfolgt die Beerdigung von der Kirche aus.

Seit 23. April 1972 bis zu seinem Tod gehörte Erich Laumanns dem Kreistag an. Von 1989 bis 1999 war er zweiter stellvertretender Landrat, von 1999 bis 2007 fungierte er als erster stellvertretender Landrat. Der Schwerpunkt von Laumanns kommunalpolitischem Wirken habe in der öffentlichen Daseinsvorsorge gelegen, insbesondere im Bereich der Wasserversorgung, so Pusch.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates habe Laumanns über viele Jahre die Entwicklung des Kreiswasserwerkes maßgeblich mitbestimmt und gestaltet. Pusch vergaß auch nicht Laumanns´ Arbeit in den Gremien der Kreissparkasse Heinsberg: Verwaltungsrat, Kreditausschuss und Stiftung. „Auch hier zeigte er sich als engagierter Vertreter seiner Heimatregion.”

Die Verdienste von Erich Laumanns waren im Juni 1997 mit dem Ehrenring des Kreises Heinsberg (für 25-jährige Mitgliedschaft im Kreistag) und im März 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt worden.

Bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes hatte Franz-Josef Pangels, der damalige Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete der CDU, Erich Laumanns als einen „Baumeister dieses Kreises” und einen „Vollblutpolitiker” bezeichnet. Landrat Karl Gruber sagte damals, dass Erich Laumanns Erkelenz bei seinem Wirken auf Kreisebene nie aus den Augen verloren habe - als Kämpfer für seine Heimatstadt, aber stets als ein Teil des Kreises Heinsberg.

Mit Augenmaß und Sachverstand habe Laumanns wesentlich dazu beigetragen, aus den beiden Kreisen Erkelenz und Selfkantkreis nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 1972 den neuen Kreis zu einem einheitlichen Gebilde zusammenwachsen zu lassen. Auch der Einsatz von Laumanns (TuS Keyenberg) als Präsident der Fußball-Nierspokalgemeinschaft blieb nicht unerwähnt. Erich Laumanns dankte seinerzeit all denen, „die mein Bestreben, immer das Beste für die Kreisbevölkerung zu erwirken, unterstützt haben”.
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