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„Trampolin“ ist nun kein Projekt mehr

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Marlies Trapp, Leiterin der Beratungsstelle für Suchtfragen, stellte den Jahresbericht 2013 vor.

Kreis Heinsberg. Zufrieden mit den Entwicklungen der Beratungsstelle für Suchtfragen ist deren Leiterin Marlies Trapp. Dies betonte sie bei der Vorstellung des Jahresberichts. Denn der Hückelhovener Beratungsstelle – sie wird getragen vom Caritasverband für die Region Heinsberg in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Jülich – sei es im vergangenen Jahr gelungen, einen hohen Anteil der Hilfesuchenden an die Einrichtung zu binden.

Dabei handelte es sich um 420 Klienten, die mehrere Beratungsgespräche in Anspruch genommen haben. „Hier gab es eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 356 Klienten“, so Trapp. Einen derart hohen Anteil habe man in den vergangenen Jahren noch nie gehabt. Die Beratungsstellenleiterin versteht dies als Ergebnis der guten Kontakt- und Bindungsarbeit beziehungsweise als Beleg für die Qualität der gelungenen Beziehungsarbeit.

Insgesamt ließen sich im vergangenen Jahr 581 Personen beraten; 161 beließen es bei einem einmaligen Gesprächskontakt. Erfreut sind Trapp und ihre Kollegen auch darüber, dass 89,2 Prozent aller Klienten mit dem Erstgespräch zufrieden seien. „Wir messen Jahr für Jahr die Zufriedenheit unserer Klienten“, erklärte sie. Lediglich 1,3 Prozent seien unzufrieden gewesen.

Die Beratungsstelle ist zuständig für den gesamten Kreis Heinsberg und damit für den legalen und illegalen Bereich der Abhängigkeitsproblematiken – angefangen von Alkohol, Drogen und Nikotin über Medikamente sowie das pathologische Glücksspiel bis hin zum Thema Essverhalten.

Wie im letzten Jahr sucht fast jeder zweite Klient wegen einer Alkoholproblematik die Beratungsstelle auf. Signifikant sei, dass die Zahl der Opiatklienten zugenommen habe, so Trapp. So kamen im vergangenen Jahr 62 Klienten; 49 waren es im Jahr 2012. „Meine Vermutung ist, dass die Steigerung im Jahr 2013 bedeutet, dass mehr substituierte Klienten zu uns kamen, weil die Kooperation mit den Arztpraxen besser läuft“, erklärte Trapp.

Erfreut gab sie bekannt, dass „Trampolin“ für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien kein Projekt mehr sei, sondern inzwischen ein Regelangebot. Der Kreis Heinsberg habe die Kostenübernahme zugesagt. Dafür gebühre ihm ein großer Dank, denn eine Kostenübernahmezusage sei heute nicht selbstverständlich. Eine neue Gruppe, in der acht Kinder teilnehmen können, ist ab 16. Juni im Haus der Caritas in Heinsberg geplant. Es sollen neun Gruppentreffen jeweils montags ab zirka 16 Uhr sowie zwei Elternabende zu Beginn und zum Abschluss stattfinden. Alle Kinder werden kostenlos von zu Hause abgeholt und wieder dorthin gebracht.

Gut angenommen wird auch die neue Nachsorge-Gruppe in Geilenkirchen als gemeinsames Angebot der Suchtberatungsstellen des Kreisgesundheitsamtes und der Beratungsstelle für Suchtfragen. Geleitet wird sie von einem Mitarbeiter der Beratungsstelle und einer Kollegin des Gesundheitsamtes. Alle Plätze waren nach Trapps Angaben sofort besetzt. Dies sei verständlich, wenn man bedenke, dass suchtkranke Menschen nach einer stationären Langzeittherapie gerade im ersten Jahr allein zu Hause besonders gefährdet seien, rückfällig zu werden. „Uns ist es dennoch wichtig, auch denjenigen, die den Weg aus der Sucht schon so weit geschafft haben, aber keinen Platz in der Geilenkirchener Gruppe bekamen, eine Nachsorge zu bieten“, so Trapp. Sie würden deshalb auf bestehende Gruppen in Heinsberg, Erkelenz und Hückelhoven verteilt.

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