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Training gibt den Anstoß für ein neues Leben

Von: Petra Wolters
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Der Vorsitzende des SV Ophoven, Dirk Schulze (4.v.r.), der Sportbeamte Helmut Funken (3.v.l.) und seine Kollegen sind angetan vom Projekt mit sportbegeisterten jungen Inhaftierten der JVA. Foto: Petra Wolters

Heinsberg/Wassenberg-Ophoven. Dass Sport in einer Mannschaft ein gutes Konzept ist für die Integration von Menschen, ist kein Geheimnis. So gab es auch bisher immer wieder einmal Kontakte der Sportbeamten aus der Justizvollzugsanstalt Heinsberg (JVA) zu einzelnen Fußballvereinen in der Region. Seit Ende September 2009 hat die JVA jedoch eine feste Kooperation mit dem SV 36 Ophoven.

Mehrere Gefangene mit Lockerungen im Vollzug können demnach für den Verein spielberechtigt sein und werden sowohl bei Meisterschaftsspielen als auch bei Turnieren eingesetzt. Drei waren in der vergangenen Wintersaison in Ophoven aktiv. Zwei von ihnen sind mittlerweile entlassen worden, dafür haben in dieser Woche zwei neue Spieler ihr erstes Training für den Ophovener Sportverein absolviert.

„Wir haben der Sache jetzt mehr Struktur gegeben”, erklärt der stellvertretende JVA-Leiter Willi Kroh, der sich mit Dirk Schulze, dem Vorsitzenden des SV Ophoven, und dem Sportbeamten Helmut Funken in der JVA zur Besprechung der weiteren Zusammenarbeit traf. Schulze hatte die Idee zu diesem Projekt: „Nachdem ich die Ausschreibung des DFB zum Integrationspreis gelesen hatte, bin ich darauf gestoßen.”

Mittlerweile ist auch die Sepp-Herberger-Stiftung auf das in Nordrhein-Westfalen in Form einer fest vereinbarten Kooperation bisher einmalige Projekt aufmerksam geworden. Die vom ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger und dem Deutschen Fußball-Bund 1977 gemeinsam initiierte Stiftung verfolgt das Ziel, die integrative Kraft des Fußballsports für die Gesellschaft zu nutzen. Ihr Langzeitprojekt „Anstoß für ein neues Leben”, das der Resozialisierung von jugendlichen Strafgefangenen dient, wird in diesem Jahr fortgesetzt.

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