Tierschutzverein spricht die Verbraucher an

Von: defi
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Am Welttierschutztag: Bianka Mai (rechts), Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg, spendierte den Geschwistern Odenthal für ihre Walnusssverkaufsaktion zugunsten des Tierheims die kostenlose Teilnahme am Luftballonwettbewerb. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Kein Ei mit der 3!“ So lautete eine Botschaft, mit welcher der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg am Welttierschutztag im Tierheim in Heinsberg-Kirchhoven unter dem Motto „Ich wollt‘, ich wär kein Huhn!“ die Besucher überzeugen wollte, auch beim Einkauf von Lebensmitteln den Tierschutz im Auge zu behalten.

„Kein Ei mit 3!“ ist eine Aktion des Deutschen Tierschutzbundes, die der Tierschutzverein aufgriff, um über den Alltag im Tierheim hinaus, den Tierschutzgedanken in der Bevölkerung zu verankern. Die „3“ beziehe sich auf die seit 2004 vorgeschriebene Kennzeichnung von ­Eiern, wie Vereinsvorsitzende Bianka Mai den Besuchern erläuterte. Die erste Ziffer hinter der Länderkennzeichnung dokumentiere die Haltungsform: 0 Bio-Ei, 1 Freilandhaltung, 2 Bodenhaltung, 3 Käfighaltung. Bianka Mai: „Jeder Verbraucher kann schon beim Einlauf etwas für den Tierschutz tun. Für diese Möglichkeiten möchten wir ihn sensibilisieren.“ Die Verköstigung von Eiern „glücklicher“ Hühner sollte ein leckerer Anreiz sein, beim Eeiereinkauf genauer hinzusehen, welchen Lebensbedingungen Tiere ausgesetzt sind. Die vom Tierheim angebotenen Eier stammten von einem Biohof aus der Region, der den Hühnern mit Hilfe von mobilen Ställen auf der Wiese reichlich Auslauf bietet, wie eine Fotodokumentation zeigte.

„Tierschutz im Einkaufskorb“ ist eine weitere Aktion des Deutschen Tierschutzbundes, für welche die Mitarbeiter des Tierschutzvereins sich einsetzen. Artgerechte Tierhaltung soll bei dieser Aktion schon den kleinen Verbrauchern nahe gebracht werden. „Der Verbraucher hat die Macht, etwas zu verändern“, zeigte sich Bianka Mai überzeugt. So habe der Verbraucher auch die Möglichkeit, der mit Massentierhaltung verbundenen Quälerei der Kreatur durch bewussten Fleischkonsum etwas entgegenzusetzen.

Ein weiterer Infostand war dem „Katzenelend“ gewidmet. Und wie aufs Stichwort wurden gleich mehrere ausgesetzte Katzenbabys an diesem Tag im Tierheim abgegeben. Im vergangenen Jahr wurden im Tierheim 150 streunende Katzen, die kreisweit von Bürgern eingefangen wurden, kastriert, um dem Populationsüberschuss entgegenzuwirken. Der Tierschutzverein würde sich freuen, wenn in Zusammenarbeit mit den Kommunen gemeinsam das Problem der Überpopulation in den Griff zu bekommen wäre.

Ganz druckfrisch lag am Welttierschutztag der neue Kalender des Tierschutzvereins vor. Stars auf den zwölf Seiten, die in zwei Versionen angeboten werden, sind mal die Katzen und mal die Hunde des Tierheims, die von verschiedenen Fotografen gekonnt in Szene gesetzt wurden. Der Kalender ist ab sofort im Tierheim in Kirchhoven erhältlich.

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