Tierschutzverein: Neues Projekt für Notfallpatienten

Von: defi
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Mit Unterstützung der Fernsehmoderatorin Simone Sombecki (M.) wurde am Tag der Offenen Tür im Tierheim des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg das Projekt „Schutzengel für Notfalltiere“ angestoßen. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Ein „Schutzengel für Notfalltiere“ lautet der Titel des neuen Projekts vom Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg. Beim Tag der offenen Tür im Tierheim in Kirchhoven an der Stapper Straße wurde es mit prominenter Unterstützung auf den Weg gebracht. Fernsehjournalistin Simone Sombecki, die im WDR-Fernsehen die Sendung „Tiere suchen eine Zuhause“ moderiert, hatte stieß das Projekt mit an.

Sie unterzeichnete die erste Schutz­engel-Urkunde mit der Verpflichtung, monatlich einen bestimmten Betrag dem Tierheim zur Verfügung zu stellen, damit im Notfall ein Tier behandelt werden kann. Sina Braun, die Leiterin des Tierheims, sagte: „Wir hatten im letzten Jahr sehr viele verunfallte Tiere, die dringend eine Operation brauchten. Das Bein der Katze zweimal nageln lassen oder einschläfern?“ Einschläfern, auch wenn es billiger wäre, kommt für Tierfreunde nicht in Frage.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Bianka Mai, und ihr hoch motiviertes Team lassen sich immer wieder etwas einfallen, um notleidenden Tieren zu helfen. Simone Sombecki leistete gerne Unterstützung: „Jeder Mensch ist glücklich, wenn er mal einen Schutzengel hatte. Das trifft doch auf Tiere genauso zu.“ Sombecki hatte ihren eigenen Schutzengel, einen aus Gips, mitgebracht und warb fleißig für das neue Projekt des Tierschutzvereins. Schließlich ist die Kasse des Tierschutzvereins gerade mal darauf ausgelegt, die Tiere im Heim zu versorgen und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Das Projekt „Schutzengel für Notfalltiere“ soll einen Topf füllen, aus dem geschöft werden kann, wenn Notfallpatienten behandelt werden müssen. Der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder war ebenfalls gerne an die Stapper Straße gekommen. Als Schirmherr eines weiteren Tierschutzverein-Projektes, dem „Futternapf der Herzen“, hatte Dieder sich schon engagiert. Er zeigte sich auch von der neuen Idee begeistert: „Ich finde es toll, wenn Leute aufstehen und für Dinge Vorsorge treffen, die man nicht kalkulieren kann. Nicht nur diese Idee ist toll, das ganze Tierheim ist toll und die Leistung, die hier erbracht wird.“

Geistlicher Segen

Geistlichen Segen spendeten beim Tag der offenen Tür der evangelische Pfarrer Sebastian Walde und sein katholischer Kollege Pfarrer René Mertens bei der Tiersegnung. Jedes gesegnete Tier erhielt eine handgravierte Plakette für das Halsband, damit der Segen auch möglichst lange hält. Einige gesegnete Exemplare sind noch im Tierheim erhältlich. Ausverkauft waren Kuchen, Pommes und Co. schon vor Toresschluss. Bianka Mai: „Trotz des schrägen Wetters gab es kein einziges Würstchen mehr. Das war ein super Zuspruch, den wir hier im Tierheim erfahren haben.“

Der Tag der offenen Tür im Tierheim, der jedes Jahr am Muttertag stattfindet, entwickelt sich immer mehr zum Treffpunkt der Tierfreunde. Aber auch Schnäppchenjäger kamen beim breiten Flohmarktangebot auf ihre Kosten. Eine Agility-Vorführung, bei der ältere Hunde und junge Flitzer ihr Können auf einem Hindernissparcours zeigten, und ein Dog-Dance rundeten das Programm ab. Der Verein „Gegen Haus- und Wildtiermord“ war ebenso mit einem Infostand vertreten wie der Verein „Tier und Wir - Tiertafel & Haustierhilfe Heinsberg“. Bianka Mai war zufrieden: „Wir sollten für das nächste Jahr auf jeden Fall ein, zwei Tüten Pommes mehr einkaufen, falls wir dann besseres Wetter haben.“

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