Tierheim soll eines der besten überhaupt werden

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Das Dorf der kleinen Holzhäus
Das Dorf der kleinen Holzhäuser im Katzen-Freigehege des Tierheims hat jetzt auch eine Kirche. Beim Tag der offenen Tür im Tierheim stellte Silke Hohmann (l.), Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg, die neue Tierheimleiterin Sina Braun vor. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. „Der liebe Gott ist Mitglied in unserem Verein!” Mit diesen Worten brachte Silke Hohmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg, ihre Freude über die große Besucherzahl beim traditionellen Tag der offenen Tür im Tierheim in Kirchhoven an der Stapper Straße zum Ausdruck.

Zugleich nutzte sie im Sonnenschein bei angenehm warmen Temperaturen die Gelegenheit, Sina Braun vorzustellen. Die 34-jährige Tierheim- und Pensionstierpflegerin ist seit 1. April die erste hauptamtliche Leiterin des Tierheims für den Kreis Heinsberg.

Sie stammt aus Darmstadt, hat vor ihrer aktuellen Tätigkeit ein Studium als Grundschullehrerin absolviert und war vor ihrem Wechsel nach Heinsberg Leiterin eines Tierheims in Bad Karlshafen.

Man habe sich zu dieser „Premiere” entschlossen, um den gesetzlichen Bestimmungen, die an den Tierschutz gestellt würden, auch weiterhin voll gerecht werden zu können, betonte die Vorsitzende. „Natürlich erhoffen wir uns darüber hinaus dadurch auch eine weitere Verbesserung unserer Dienstleistungen für den Tierschutz”, erklärte sie und betonte, dass das Tierheim dank der neuen Leiterin, die vor Ort auch ihren Wohnsitz hat, täglich zwischen 8 und 19 Uhr telefonisch erreichbar sei. „Wenn Tierbesitzer ein Problem haben, gibt es vielleicht durch ein Gespräch schon eine Lösung, bevor ein Tier ins Heim abgeschoben wird”, sagte Braun.

Erweiterte Ausführzeiten

Erweitert würden auch die Ausführzeiten, die künftig täglich möglich seien, jeweils zwischen 10 und 15 Uhr, so Hohmann weiter. „Wir wollen ein Treffpunkt werden für Menschen, die selbst keine Tiere halten können”, erklärte sie. „Ich habe immer noch den Traum, dass wir hier eines der besten Tierheime überhaupt werden!” Auf dem Weg zu diesem Ziel lädt die Jugendgruppe des Vereins künftig an jedem letzten Samstag im Monat zu Kaffee und Kuchen ins Tierheimcafé ein.

Neben Tombola, Trödelmarkt und Cafeteria wurde am Infostand auch das aktuell ausgeprägte politische Engagement des Tierschutzvereins deutlich. Mit einer Unterschriftenaktion wendet sich der Verein dabei in Kooperation mit der Heinsberger Initiative „Pro American Bulldog” gegen die erhöhte Listenhundesteuer in der Stadt Heinsberg. Seit Februar seien bereits rund 900 Unterschriften für ein geplantes Bürgerbegehren zusammengekommen, 170 davon alleine während des Tages der offenen Tür, so Hohmann. Von der FDP-Fraktion im Stadtrat gebe es die Zusage, einen Antrag zu stellen, demzufolge für Listenhunde künftig ein bestandener Wesenstest die niedrigere Besteuerung ermöglichen soll. Zudem solle es für bereits vor 2011 versteuerte Hunde einen Bestandsschutz geben.

„Um das Katzenelend einzudämmen” engagiert sich der Tierschutzverein darüber hinaus im gesamten Kreisgebiet für eine Kastrationspflicht von Freigängerkatzen. Von den rund 1600 Tieren, die im vergangenen Jahr im Tierheim Aufnahme gefunden hätten, seien allein etwa 900 Katzen gewesen, hat die Vorsitzende errechnet. Die Rückführrate sei sehr gering, weil die Tiere meist nicht gekennzeichnet seien. Zudem sei rund die Hälfte aller Tiere krank.
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