THW und Wehr üben: Hilfe nach Erdbeben

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Hilfeleistung und Menschenrett
Hilfeleistung und Menschenrettung nach Erdbeben: Dieses Szenario forderte THW und Wehr bei der Großübung in Wesel. Foto: FF Wegberg

Kreis Heinsberg. Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Wegberg und Wassenberg sowie der THW-Ortsverbände aus Erkelenz, Übach-Palenberg, Mönchengladbach und Grevenbroich nahmen an einer dreitägigen Großübung in Wesel teil.

An der Kreisleitstelle in Erkelenz waren die Einheiten zu einem Einsatzverband zusammengestellt worden, der sich mit 25 Fahrzeugen auf den Weg nach Wesel machte. Ein Vorkommando des THW hatte bereits die erste Übungslage vorbereitet und zahlreiche Puppen im Gelände versteckt. Die Einsatzkräfte wurden direkt nach dem Eintreffen vor Ort mit der Alarmmeldung „Hilfeleistung nach Erdbeben” konfrontiert. THW und Wehr bildeten nach einer kurzen Einweisung der Führungskräfte eine Einsatzleitung und schickten die ersten Einsatzkräfte in das Schadensgebiet.

Das Szenario gestaltete sich dynamisch: So ging es zunächst um die Rettung von mehreren Personen aus einem Reisebus, der im weiteren Verlauf in Brand geriet. Auch der angrenzende Wald geriet in Flammen. Dort befand sich auf einer Gleisanlage noch ein Güterzug mit Kesselwagen. Parallel mussten die Einsatzkräfte noch mehrere einsturzgefährdete Häuser nach Verletzten durchsuchen. Diese Übung unter Leitung des Wassenberger Wehrleiters, Stadtbrandinspektor Holger Röthling, war nach drei Stunden beendet. Nunmehr konnten die Einsatzkräfte ihre Unterkünfte beziehen und wurden vom THW versorgt.

Der nächste Tag begann mit ­einer umfangreichen Stationsausbildung. Dabei wurden den Kräften von THW und Wehr die unterschiedlichsten Rettungsmethoden bei einer Erdbebenlage erläutert und praxisnah geübt. Der Umgang mit tragbaren Leitern stand ebenso auf dem Programm wie mit Krankentragen, Rettungsbrettern oder Bergetüchern. Auch das Abseilen aus Höhen und das Bergen aus Tiefen waren Bestandteile der rund vierstündigen Ausbildung.

Nach einer Mittagspause fuhren sämtliche Einheiten in eine benachbarte Bundeswehrkaserne, wo sie dann zur zweiten Großübung abgerufen wurden: „Erweiterte Menschenrettung nach starkem Erdbeben”. Unter der Leitung des Wegberger Wehrleiters, Stadtbrandinspektor Dietmar Gisbertz, rückten die rund 100 Kräfte erneut aus. Nach Einweisung der Führungskräfte in die aktuelle Lage wurden zügig Einsatzabschnitte gebildet und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Insbesondere die Menschenrettung aus Gebäuden wurde thematisiert.

Dabei standen die Einsatzkräfte teilweise vor schwierigen Herausforderungen wenn es beispielsweise galt, Verletzte aus dem zweiten Obergeschoss über eine beschädigte Häuserwand abzuseilen oder auch Verschüttete von größeren Trümmern zu befreien. Doch mit Unterstützung vom THW konnten auch diese schwierigen und nicht alltäglichen Einsätze abgearbeitet werden.

Am letzten Tag wurde die Anlage wieder gesäubert, die Einsatzmaterialien wurden verladen. Der Verband setzte sich wieder Richtung Heimat in Bewegung. THW und Wehr seien „sehr gut aufgestellt” und arbeiteten „zielführend und professionell” zusammen, so lautete das Fazit dieser Übung.
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