Thema wird brennender: Wie mit den Alten umgehen?

Von: hewi
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Hückelhoven. Der demografische Wandel in der Gesellschaft erfordert ein entschiedenes Handeln der Kommunen. Hückelhoven reagiert mit einer kommunalen „Vorsorgeplanung 50+” und will die Bedingungen für ein Leben im Alter im Alter in der Stadt schaffen.

Im Ausschusses für Soziales, Senioren und Integration stellte der Integrationsbeauftragte der Stadt und Leiter des Sozialamtes, Heinz-Josef Schmitz, eine erste Ideensammlung vor, die Grundlage der Konzeptplanung werden soll.

Die Sammlung beinhaltet neben einer Analyse des Ist-Zustandes auch 25 Themen für die Planung. Sie reichen von der Integration von Seniorenbeiräten in die Entscheidungsfindung über das Thema öffentlicher Personennahverkehr und kulturelle Angebote bis hin zu Informations- und Fortbildungsveranstaltungen und Themen wie dem Mehrgenerationenspielplatz.Auch die Palliativpflege und die Integration von Senioren mit Migrationshintergrund sollen behandelt werden.

Schon heute sind in Hückelhoven rund 37 Prozent der Einwohner 50 Jahre und älter. Knapp 24 Prozent sind über 60 Jahre alt, Tendenz steigend.

Daher sei es Verpflichtung für Rat und Verwaltung, das Thema frühzeitig in die Arbeit aufzunehmen und in der Planung und Schaffung der Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Obwohl der Ausschuss die Ideensammlung nur zur Kenntnis nehmen sollte, entwickelte sich eine rege Diskussion.

Eine vielschichtige Zielgruppe

Birgit Brenner von den Grünen fragte nach der weiteren konkreten Vorgehensweise und regte die Bildung einer Arbeitsgruppe an, die die einzelnen thematischen Aktivitäten lenken könnte. Kämmerer Helmut Holländer verwies darauf, dass einige der Themen bereits in der Bearbeitung seien und andere sich zu Dauerthemen entwickeln würden.

Jörg Leseberg von der SPD wies darauf hin, dass es sich bei den Senioren um eine vielschichtige Zielgruppe handele, die auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse an den Tag legte. Er regte eine Bürgerbefragung an.

Schmitz verwies auf eine entsprechende Befragung aus dem vorigen Jahr, die derzeit jedoch noch ausgewertet werden müsse. Die Ergebnisse würden in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt. „Wir werden älter, wir werden bunter, wir werden weniger”, fasste er den demografischen Trend zusammen. Um auf diese Tendenz zu reagieren, bedürfe es des ehrenamtlichen Engagements der Bürger.

Vom 20. bis 22. Juni finden drei Veranstaltungen mit seniorenrelevanten Themen statt. Dabei geht es um den dementen Menschen im Alltag, das aktive Leben ab 50 und den Themenkomplex Betreuungsrecht, Patientenverfügung und Erstellung eines Testaments. Holländer forderte die Ausschussmitglieder auf, Prioritäten aus dem Themenangebot der Ideensammlung zu bilden und in Form von Anträgen in den Rat zu bringen. Dort sollen die Themen vorangetrieben werden.
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