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„Tauschring” ersetzt ein Stück Familie

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Die Projektgruppe des Heinsberger Tauschrings nahm an einer Schulung mit Projektleiterin Margrit Hils (hinten rechts) vom SFZ und Ralf Born (hinten links), Sprecher des Tauschrings in Willich, teil.

Heinsberg. Eine Internetseite und Formulare wurden bereits entwickelt. Anderes muss noch auf den Weg gebracht werden. Doch ab Oktober ist es soweit. Dann wird das neue Projekt des Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrums (SFZ) im Kreis Heinsberg - der Heinsberger Tauschring (HTR) - in Betrieb gehen.

Nach Monaten der Vorbereitung traf sich die Projektgruppe mit Projektleiterin Margrit Hils vom SFZ nun zu einer Schulung. Wichtige Anregungen und Impulse lieferte Gast Rolf Born, Sprecher des Tauschrings „Will-Ich”, der über seine Erfahrungen aus sechs Jahren Tauschring in Willich berichtete.

Zur Entstehung des Projekts erklärte Margrit Hils, dass Ende des Jahres 2008 die Idee entstanden sei, einen Tauschring im Stadtgebiet von Heinsberg ins Leben zu rufen. Der Tauschring richtet sich an alle Bürger ab 18 Jahren aus dem Stadtgebiet Heinsberg, insbesondere an ältere Menschen, Behinderte, Alleinerziehende, Alleinstehende, Menschen mit geringem Einkommen und Neubürger.

Es entstehen soziale Netzwerke, in denen Menschen Hilfen kostenlos geben und nehmen und damit miteinander in Kontakt kommen. Die Hilfeleistungen dabei reichen von der Versorgung von Haustieren über Spaziergänge und Näh- bzw. Flickarbeiten bis hin zu Schreibarbeiten und Hilfen bei Behördengängen.

„Die Teilnehmer können einerseits Hilfen anfragen, andererseits selber auch Hilfe anbieten”, so Hils. Diese Hilfen müssten nicht demjenigen zugute kommen, der einem selber Hilfe gegeben habe. Für jede Hilfe gibt es „Heinsberg-Taler”. Diese Tauschwährung des Tauschrings entspricht einer Zeiteinheit von 30 Minuten. Die Zeiteinheit wird auf einem „Konto” gut geschrieben. „Wurde einem selber geholfen, so wird die entsprechende Zeiteinheit vom eigenen Konto abgebucht”, betonte Margrit Hils.
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