Heinsberg-Kirchhoven - Tante Trina soll schnell zurück nach Mützenich

Tante Trina soll schnell zurück nach Mützenich

Von: defi
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„Tant Trina kütt” und alle drehen durch, auch Düppele Hans (Gerd Geiser) und seine Mägde Anna (Katja Ohligschläger, l.) und Kathi (Vera Geiser). Foto: defi

Heinsberg-Kirchhoven. Die arme Tante Trina, was soll nur aus ihr werden, hat ihr doch Professor Dr. Hans Schwenzel eine „spinöse Quadratur” ihrer Gehirnzellen attestiert? Das klingt ganz schön böse, doch so ein echtes Biest wie Tante Trina haut so schnell nichts um.

Pension Bruchblick wäre eigentlich ein idyllisches Plätzchen, am Rande vom schönen Kirchhoven gelegen mit Blick auf Werlo-Feld, wenn nur Tante Trina endlich wieder ins weit entfernte Mützenich verschwinden würde. Drei Akte lang versuchten Bauer Düppele Hans (Gerd Geiser) und seine geplagten Mitstreiter Schmitte Trina (Kerstin Baltes) vom Hof zu verscheuchen, sehr zum Wohlgefallen der vielen Besucher der Aufführung der Theatergruppe der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Kirchhoven.

Der Familienabend der Kirchhovener Schützen in der heimischen Mehrzweckhalle bietet der jungen engagierten Laienspielschar um ihre Regisseurin Waltraud Philippen jedes Jahr die Möglichkeit ,ein neues Stück vor großem Publikum auf zu führen. Nach einigen Liedern des Cäcilienchors schlug auch in diesem Jahr wieder die große Stunde, nach einem viertel Jahr Proben öffnete sich endlich der Vorhand und die Bretter, die die Welt bedeuten können, gehörten Düppele Hans und Co.

Den Schwank „Tant Trina kütt” führte die Kirchhovener Theatergruppe wie gewohnt auf Platt auf. Mit reichlich Lokalkolorit hatte die Truppe den Schwank angereichert: Als Gäste der Pension kündigten sich unter anderem Dr.Josef Offergeld und Herr Paffen an und auch Professor Schwenzel soll in der Umgebung von Kirchhoven zu finden sein.

Panik und schieres Entsetzen auf den Gesichtern der Schauspieler im ersten Akt; Tante Trina hatte ihr Kommen angedroht. Düppele Hans, seine Töchter Sefa (Simone Lenz) und Kuni (Katrin Zwirner) sahen die Leibhaftige schon vor sich stehen. Auch Bürgermeister Pingstohle Tuen (Christoph Geiser) fürchtete Schmitte Trina wegen ihrer Besserwisserei. Schnell noch versuchten sich alle unter dem Fenster zu verstecken, und hielten nach Tante Trina Ausschau: nur blöd, das Hausmagd Kathi Katzenberger (Vera Geiser) wieder einmal die Fenster nicht geputzt hatte. Die Tante war nicht mehr aufzuhalten.

Düpple Hans, zu allem entschlossen, schmiedete das rettende Komplott und ernannte sich selbst kurzerhand zum Professor Dr. Schwenzel, während der Rest der Familie inklusive der Stallmagd Anna (Katja Ohligschläger) Pensionsgäste mimte. Es brauchte dann noch einiges an Verwirrungen und Irrungen wie die „spinöse Quadratur” von Tante Trinas Gehirnzellen, die nur zu heilen war durch die gute Eifelluft in Tante Trinas Heimatort Mützenich, bis wieder Frieden einkehrte im Bruchblick.

Auch gerade durch die kleinen regionalbezogenen Einlagen wie die von Düppele Hans „Och, da hann isch ja noch e Blöckse von den Leo, dat könne mer nu bei et Ibäh versteigere” wurde „Tante Trina kütt” zu einem amüsanten Abend für die Zuschauer.

Diese geizten ihrerseits am Ende nicht mit begeisterten Applaus für die siebenköpfige Schauspieltruppe.

Auch die hinter der Bühne wurden mit Beifall belohnt, Jacqueline Günther für die Maske, Waltraud Philippen als Regisseurin und Souffleuse sowie Peter Geiser und René Timmermanns für ihre Mithilfe beim Bühnenbild.
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