Wegberg - Täglich erinnert neue Tafel an Edith Stein

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Täglich erinnert neue Tafel an Edith Stein

Von: anna
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Im Beisein von Maik Langel, He
Im Beisein von Maik Langel, Helga Jarosch und Karin Viehten (von links) sowie Ulrich Schulz (r) enthüllte Designer Michael Körner (2.v.r.) die Informationstafel über Edith Stein. Foto: Anna Petra Thomas

Wegberg. 120 Jahre alt wäre Edith Stein in dieser Woche geworden. Grund genug für die Wegberger Realschule, deren Namensgeberin die Heilige ist, ihr einen kleinen Festakt in der Aula der zu widmen. Und dieser wurde dann auch gleich genutzt, um dort eine neue Acrylglas-Tafel zu enthüllen, die jetzt mit vielen Fotos und Texten über die Lebensgeschichte der Karmelitin informiert.

Gestaltet hat das Werk im Format 60 mal 180 Zentimeter der Wegberger Designer Michael Knauer.

Im August 1988 habe die Schule den Namen Edith-Stein-Realschule gewählt und schon Ende November desselben Jahres sei im Rahmen eines Festakts ein Gedenkstein in der Aula angebracht und ein mittlerweile „antiquiertes” Foto aufgehängt worden, erklärte Schulleiterin Karin Viethen in ihrer Begrüßung.

Das Engagement, deren Ergebnis aktuell die neue, „farbig und ansprechend gestaltete Informationstafel” sei, habe seinen Ursprung in einer Umfrage im Schuljahre 2009/10. Auf deren Basis sei ein Schuljahr später eine Arbeitsgemeinschaft zur Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit entstanden.

Ergebnis daraus seien neue Broschüren für Schule und Förderverein sowie jetzt die neue Informationstafel. Weiter geplant sei ein Informationsflyer für die Grundschüler.

Die Wegberger Schule sei die einzige Realschule im Kreis Heinsberg, die einen Namen trage, erklärte Helga Jarosch, Schuldezernentin der Bezirksregierung. Edith Stein sei für sie sowohl ermutigendes Vorbild als auch Vorbild zur Mahnung, erklärte sie. Ermutigend sei die Heilige, weil sie es als elftes Kind einer Holzfäller-Familie in Breslau bis in Studium und Lehramt geschafft habe. Vorbild zur Mahnung sei sie, weil auch der Übertritt vom Judentum zur katholischen Kirche sie nicht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten bewahrt habe.

Die Zeitzeugen würden weniger, so Jarosch, daher sei es wichtig, das Erbe dieses Vorbilds lebendig zu halten, aktuell durch eine Erziehung zu Toleranz, wie sie im Schulprogramm verankert sei. Zwei Aussagen von Edith Stein gab sie den Anwesenden mit auf den Weg: „Wir sollten jeden Tag wie ein neues Leben beginnen” und „Schiffe stranden an Felsen, menschliche Beziehungen oft schon an Kieselsteinen.”

Nachdem Designer Körner gemeinsam mit Schulleiterin Viethen eine Kerze angezündet hatte, rief der Schulpflegschafts-Vorsitzende Ulrich Schulz auf zum „Brückenbauen im Geiste Edith Steins” auf und zitierte aus Edith Steins Buch über „Das Weihnachtsgeheimnis”, dass es für einen Christen keinen fremden Menschen gebe.

„Schule muss jungen Menschen Orientierung auf ihrem Weg durch das Leben geben. Sie muss demokratische Kultur, Toleranz und gewaltfreies Miteinander lehren”, las Schülersprecher Maik Langel aus dem Schulprogramm vor. „Darum wird uns allen diese Tafel eine tägliche Erinnerung an unsere eigenen Ansprüche sein und uns im täglichen Miteinander eine Hilfe bieten, uns unserer mitmenschlichen Pflichten zu erinnern”, betonte er.

Höhepunkte des Festakts, den Schüler durch einen Dialog mit Worten von Edith Stein und einer Meditation sowie Schüler und Lehrer musikalisch bereichert hatten, war dann die Enthüllung der Tafel durch den Designer.

Vier Gründe als Grundlage für den Namen

Herbert Assenmacher, ehemaliger Konrektor der Edith-Stein-Realschule, erinnerte sich am Rande des Festakts an die vier Gründe, die 1988 Grundlage der Entscheidung für Edith Stein als Namensgeberin gewesen waren. Edith Stein sei eine Frau gewesen, Karmelitin - in Wegberg sei dieser Orden auch ansässig - sie habe im Karmel in Wegbergs Partnerstadt Echt gelebt und schließlich sei sie Lehrerin gewesen.

Besonders engagiert hätten sich für diesen Namen seinerzeit Schulleiter Willi von der Beek, die heutige Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein und Pater Eligius, der an der Schule Religionslehrer gewesen sei.

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