Tabakvorbeugung beginnt schon in der Grundschule

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Kreis Heinsberg. Der aktuelle Drogen- und Suchtbericht 2011 bestätigt: Der positive Trend zum Nichtrauchen hat sich unter Jugendlichen auch im Jahr 2010 weiter fortgesetzt.

Der Anteil der Raucherinnen und Raucher im Alter von zwölf bis 17 Jahren hat sich mehr als halbiert und ist von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 12,9 Prozent im Jahr 2010 zurückgegangen. Der Tabakkonsum der Erwachsenen veränderte sich in den vergangen Jahren nur leicht und sank auf 30,1 Prozent, wobei mehr Männer als Frauen rauchen.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der Raucher bei Kindern und Jugendlichen bis zum Jahr 2015 auf unter zwölf und bei Erwachsenen auf unter 22 Prozent nachhaltig zu senken. Auch dem Kreis Heinsberg ist dies ein besonderes Anliegen. So findet auch in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge die Projektwoche „Tabakvorbeugung in Grundschulen” statt.

Im Rahmen der Tabakpräventionswoche werden aktuell 52 angehende Erzieherinnen und Erzieher vom Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik des Kreises in Geilenkirchen in 39 Klassen von 18 Grundschulen kreisweit eingesetzt.

In einer zweitägigen Fortbildung waren die Erzieherinnen und Erzieher von Herbert Neidig, dem Bildungsgangkoordinator des Berufskollegs, Klaus Poschen (AOK Rheinland/Hamburg) und Ilona van Halbeek, Fachkraft für Suchtvorbeugung des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, auf ihren Einsatz an den Grundschulen vorbereitet worden. „Die Erzieherinnen und Erzieher haben gelernt, die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens altersadäquat mit den Kindern zu besprechen, und vielfältige Möglichkeiten erfahren, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und den Mut „Nein” zu sagen bei den Kindern zu festigen”, erklärte Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxefachkraft des Kreises Heinsberg.

Mit sehr viel Begeisterung

„Die Projektwoche ist immer wieder von allen Beteiligten, sowohl von den Grundschülern und Lehrern als auch von den angehenden Erzieherinnen und Erziehern, positiv angenommen und mit sehr viel Begeisterung umgesetzt worden. Dies zeigen auch die Anmeldezahlen. Noch nie zuvor waren so viele Grundschulen am Projekt beteiligt wie in diesem Jahr und dies freut uns natürlich ganz besonders”, so Klaus Poschen von der AOK.

Erreicht werden soll möglichst eine lebenslange Tabakabstinenz, zumindest aber eine Verschiebung des frühen Einstiegsalters nach hinten. „Das Rauchen ist gerade in jungen Jahren besonders gesundheitsschädlich und das Risiko einer späteren Nikotinabhängigkeit steigt extrem. Insofern ist es sinnvoll mit der Tabakprävention frühzeitig einzusetzen”, sagte Ilona van Halbeek.

An dem Projekt „Tabakvorbeugung in der Grundschule” sind nach Angaben des Kreises Heinsberg diese 39 Klassen von 18 Schulen beteiligt: vier Klassen der Pestalozzischule Oberbruch, der GGS Hückelhoven An der Burg und der Sonnenscheinschule Heinsberg, drei Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Erkelenz und der Schule der Begegnung Birgden, zwei Klassen der Janusz-Korczak-Schule Beeck (Geilenkirchen), der GGS Geilenkirchen, der KGS Kirchhoven/Lieck, der KGS Straeten, der Gebrüder-Grimm-Schule Heinsberg, der KGS Myhl, der Nikolausschule Breberen und der KGS Scherpenseel sowie eine Klasse der Don-Bosco-Schule Oberbruch, der GGS Klinkum, der GGS Rath- Anhoven, der KGS Kleingladbach und der Carl-Begas-Schule Unterbruch/Schafhausen.
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