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Suche nach Stammzellenspender: Viele wollen Kevin und anderen helfen

Von: bast
Letzte Aktualisierung:
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Auf der Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender für Kevin wollen viele Menschen helfen. Foto: Strickstrock

Erkelenz. Mancher Passant am Erkelenzer Schulring rieb sich erstaunt die Augen, als er am Samstag dort am Gebäude des Berufskollegs vorbeikam. Menschen strömten in das Gebäude, auf dem Rasen wimmelte es von Jungen und Mädchen, unter den Bäumen waren Flohmarktwaren ausgebreitet.

Es duftete nach Grillwürstchen, Biker und Triker hatten ihre Fahrzeugen auf dem Parkstreifen aufgereiht, es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Große Schilder gaben Auskunft und Antwort. Transparente mit der Aufschrift „Hilfe für Kevin und andere” und den Logos vom SC 09 Erkelenz, dem Berufskolleg und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zeigten an, warum so viele Menschen versammelt waren.

Sie alle wollten entweder Blut spenden, um sich typisieren zu lassen, oder Aufgaben als Helfer erledigen. Die Verantwortlichen der Aktion, an erster Stelle Ludwig Hamann vom Jugendausschuss des SC 09, aber auch Oberstudiendirektor Paul-Günther Threin und die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Kaspers vom Berufskolleg strahlten, denn gleich nach Beginn der Aktion um 10 Uhr kamen die Menschen, um sich typisieren zu lassen. Gesucht werden potenzielle Stammzellenspender, die für Kevin oder eine andere leukämiekranke Person zum Lebensretter werden könnten.

Unübersehbar prangten Trikots von Bayern, Borussia und Alemannia an einer Wand. Die eBay-Versteigerung lief bereits und erst nach sieben Tagen wird das Ergebnis Auskunft über die erzielten Preise geben.

Die Biker und Triker vom Club aus dem Selfkant fuhren gegen einen Obolus, der ebenfalls in die Spendenkasse floss, Interessierte durch Erkelenz. Auf eine Torwand konnten Fußballbegeisterte schießen, Hüpfburg und Rutsche luden die kleineren Gäste ein. Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs hatten eine Küche in Beschlag genommen und bereiteten dort die Köstlichkeiten vor, die alle für eine Spende verkauft werden sollten. Selbst an einen Ruheraum war gedacht worden, aber bis zum Mittag gab es weder Fußkranke noch Erschöpfte. Dafür wurden Spenden am laufenden Band übergeben.

Sparkassenvorstandsmitglied Hans-Josef Mertens hatte einen Scheck über 1500 Euro dabei, die Bediensteten der Kreissparkasse steuerten 500 Euro bei, Dozenten und Schüler der RAG Bildung übergaben Kevins Mutter Veronika einen großen Glücksklee samt Spende. Sabina Kaiser und Carolin Kaipa überreichten sogar 4500 Euro, gesammelt von der Schülerschaft des Berufskollegs.

Und das war erst ein Zwischenergebnis, denn noch kommen der Ertrag vom Samstag, die Erfolge bei Sammlungen in der Stadt und der Erlös aus der Trikotversteigerung dazu. Die DKMS darf sich also über etliche Geldspenden zur Unterstützung ihrer Arbeit freuen.

Als die Aktion beendet war, hatten sich 694 junge und ältere Menschen für Kevin oder andere Leukämiekranke typisieren lassen.

Den zahlreichen Helferinnen und Helfern durfte ein besonderes Lob ausgesprochen werden. Unermüdlich bewiesen sie wieder einmal großen Gemeinschaftssinn. Nun warten und hoffen alle, besonders die Mitschüler und Sportkameraden von Kevin, dass ein geeigneter Stammzellenspender dabei ist.
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