Strategiewerkstatt: Dorfgemeinschaften sollen gestärkt werden

Von: gs
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In der Bürgerhalle von Geilenkirchen-Würm: Auf Stellwänden und Tischen konnten die Vertreterinnen und Vertreter aus acht Kommunen ihre Anmerkungen und Ideen niederschreiben. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Nach dem Auftakt zur Leader-Bewerbung für die Region „Aachener Revier“ in Baesweiler fanden sich zur ersten Strategiewerkstatt viele interessierte Bürger,vor allem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden und Vereinen in der Bürgerhalle Würm zusammen, um Eckpunkte der Strategie abzustimmen und wichtige Handlungsfelder weiter auszuarbeiten.

Gemeinsam arbeiten die Repräsentanten der als „Aachener Revier“ agierenden Kommunen Geilenkirchen, Hückelhoven und Erkelenz aus dem Kreis Heinsberg sowie Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg und Würselen für den Erfolg der Bewerbung. Bis zum 16. Februar müssen alle Bewerbungen von potenziellen Leader-Regionen eingereicht sein, im Herbst 2015 wird dann über den Erfolg der Kandidatur entschieden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen, Leonhard Kuhn, übernahm Diplom-Ingenieur Harald Wedel vom Büro Grontmij aus Bonn die Moderation der Strategiewerkstatt und führte kurz in das Thema ein. „Wir sind hier noch in großer Runde, das wird sich bald ändern“, so Wedel.

Jetzt gelte es, regionale Akzente zu setzen und Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Die erfolgreichen Leader-Regionen würden von Land und EU über sieben Jahre bis zu 65 Prozent Fördermittel für die Umsetzung ihrer Projekte erhalten, wobei die maximale Förderung eines Projektes bei 250.000 Euro liege. Kernelement sei ein Entwicklungskonzept im ländlichen Raum mit regionsspezifischer Zielsetzung. „Es können auch Projekte ohne kommunale Eigenmittel gefördert werden“, machte Wedel klar. Der Wettbewerb werde hart, denn 40 Regionen würden sich landesweit bewerben.

Einstieg in die Inhalte

Mit der Strategiewerkstatt begann auch der Einstieg in die Inhalte. „Man muss wissen, welche Schwerpunkte man setzen will“, sagte Wedel. Das moderierende Büro Grontmij hatte bereits vorgearbeitet und fünf strategische Handlungsfelder benannt: „Ortsentwicklung und Versorgung“, „Kinder, Jugend, Familie und bürgerschaftliches Engagement“, „Natur- und Kulturlandschaft“, „Wirtschaft, Forschung, Energie und Mobilität“ sowie „Ländliche Industriekultur und Identität“. Zu jedem dieser Themen konnten die Anwesenden auf den bereitliegenden „Tischläufern“ ihre Ideen und Vorschläge zu Papier bringen. Auch auf Stellwänden war genügend Platz für Ergänzungen und Anmerkungen.

In den nächsten Wochen gelte es nun, die Ziele zu formulieren und ein Leitmotto zu definieren, so Wedel. Bei Letzterem kristallisiere sich der Aspekt „über Grenzen hinweg“ heraus. Schon jetzt sei auch sichtbar, dass die Attribute „Dorfgemeinschaften stärken und Attraktivität der Dörfer steigern“ bei den genannten Handlungsfeldern ganz vorne zu finden sei.

Viele Anmerkungen waren am Ende auf den Tischen und Stellwänden zu finden. „Grenz-Wert-Ich“, „Gemeinsam Grenzen überwinden – gesellschaftlich/kulturell/regional“, „Wir (ver)wandeln über Grenzen hinweg“, „Vom Strukturwandel zum Dorfumbau – wir verbinden Dörfer mit Zentren“ zählten ebenso zu den Vorschlägen wie Vermarktungsnetz für regionale, landwirtschaftliche Produkte aufbauen oder Versiegelung wertvoller Natur- und Ackerflächen vorbeugen. Noch viel mehr hatten die Teilnehme der Veranstaltung an diesem Abend skizziert. Nun geht es in der Projektfindungsphase daran, die gesammelten Ideen und Interessen auszuwerten.

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