Erkelenz - Städtebauliche Neuordnung vor dem Bahnhof

Städtebauliche Neuordnung vor dem Bahnhof

Letzte Aktualisierung:
erk-weinmillerfo
Noch gibt es nur das Modell, eingepasst in die Umgebung der oberen Kölner Straße. Bis 2011 soll es realisiert werden. Foto: Koenigs

Erkelenz. Bei einem europaweiten Planungswettbewerb für den Neubau des Amtsgerichts in Erkelenz wurde der Beitrag des Architektenbüros Weinmiller aus Berlin als der optimale beurteilt. Nach den Weinmiller-Plänen soll bis 2011 der Neubau entstehen.

Dieser Neubau ist nach Einschätzung des Landesbetriebs Bauen wesentlich günstiger als eine permanenten Sanierung und Unterhaltung des jetzigen Gerichtsgebäudes.

„Der Neubau für das Amtsgericht Erkelenz wird für den Bereich um den Bahnhof und den Konrad-Adenauer-Platz die städtebauliche Neuordnung einleiten”, erläutert Gesine Weinmiller. „Während im Norden die Maßstäblichkeit der Umgebung aufgenommen wird, soll das Amtsgericht zum Platz hin klar und markant als Kopfbau in Erscheinung treten, ohne als architektonische Primadonna den städtebaulichen Rahmen zu dominieren.

Dem Bau kommt nach Ansichten der Architekten eine vielschichtige Bedeutung zu: Einmal sollen möglichst große Flächen für den Einzelhandel bereitgestellt werden, zum anderen wird hier das neue Amtsgericht als Hauptnutzung den Ort prägen und bestimmen. „Ganz bewusst haben wir den Handel im Flächenlayout auf Straßenniveau angeordnet.

Lediglich das Foyer des Amtsgerichts, die Anlieferung, der Gefangenentransport und die Wachtmeisterei sind in der Erdgeschossebene angeordnet, ansonsten ist die gesamte Fläche dem Einzelhandel vorbehalten. Der Besucher betritt das Amtsgericht über die mittig gelegene großzügige Eingangsgalle und gelangt über die große, von oben belichtete Freitreppe in das Foyer mit den Verhandlungssälen.

Dieser großzügige Wartebereich, über ein weiteres Oberlicht mit Tageslicht versorgt, ist auch als Liberoraum für größere Versammlungen zu benutzen. Alle öffentlichen Räume sind zu diesem Raum hin orientiert. In den weiteren Obergeschossen befinden sich die justizinternen Räume, variabel aufteilbar um den großen fünfgeschossigen Lichthof angeordnet.

Räumlich findet eine Differenzierung der Geschosse durch unterschiedlich gelagerte Aufenthaltszonen an den Außenfassaden statt. Auf diese Weise entsteht im Innern ein komplexer vielschichtiger und lichtdurchfluteter Innenraum, der der äußerlichen Strenge des neuen Amtsgerichtes bewusst entgegensteht und somit durchaus auch als Sinnbild für eine moderne Gerichtsbarkeit verstanden werden kann.

Die Fassade umschließt das Haus allseits mit einer ausgewogen proportionierten und energetisch optimierten Strukturfassade. Der Glasanteil der Dreifachverglasung gewährleistet einerseits die großzügige natürliche Belichtung der Räume, ist aber andererseits begrenzt, um die Überhitzung im Sommer zu vermeiden.

Aufgrund der zukünftigen zu erwartenden Gaspreisentwicklung sieht die Planung einen bivalenten Einsatz einer Wärmepumpe zur Grundlastdeckung und die Verwendung von Gasbrennwerttechnik für die Spitzenlast vor.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert