Kreis Heinsberg - St.-Martins-Kleidersammlung: Gedanke des Teilens wird umgesetzt

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St.-Martins-Kleidersammlung: Gedanke des Teilens wird umgesetzt

Von: defi
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Der Erlös aus der St.-Martins-Kleidersammlung 2017 wurde jetzt vom Katholikenrat der Region Heinsberg in der Aula der Mercator-Schule in Gangelt an Träger sozialer Projekte aus dem Kreis übergeben. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Bei der St.-Martins-Kleidersammlung 2017 wurden in der Region 161.160 Kilogramm Kleidung gesammelt, das ergab einen Erlös von 38.000 Euro, der nun in der Mercator-Schule Gangelt an 15 Projektträger vergeben wurde. Das Sammelergebnis weist im Vergleich zum Jahr 2016 ein Plus aus. Bei der Kleidermenge waren es seinerzeit 151.023 Kilo gewesen; der Erlös betrug damals 36.000 Euro.

Lutz Braunöhler, Vorsitzender des Katholikenrates der Region Heinsberg, hieß die Vertreter der Spendenempfänger in der Mercator-Schule willkommen. In seiner Ansprache verwies er darauf, dass die St.-Martins-Kleidersammlung seit 1970 in der Region Heinsberg stattfinde. Das Projekt werde heute in Trägerschaft des Katholikenrates vom Büro der Regionaldekane organisiert. Das Kolpingwerk sorge für die faire Verwertung der Kleidung. Braunöhler: „Das Bewusstsein, dass es sich bei der Sammlung vom Ursprung her um eine gemeinsame Aktion aller Pfarreien der Region handelt, ist inzwischen zwar nicht mehr so deutlich erkennbar. Vielmehr wird die Sammlung als eine Aktion der Region gesehen, die durch die Pfarreien unterstützt wird.“

Die lokale Organisation liege aber in der Verantwortung der jeweiligen GdG-Räte, betonte Braunöhler. Die längerfristige Aufrechterhaltung der Sammlung als ein zentraler und wichtiger Identifikationspunkt der Region sei nur durch dieses Engagement auf Ortsebene zu gewährleisten. Deshalb werde aus jeder GdG ein Projekt mit einem Projektträger durch die Sammlung gefördert. Zukünftig werde das Fortbestehen der Aktion davon abhängen, ob es weiterhin gelinge, viele ehrenamtliche Helfer für die Sammlung zu aktivieren. „Im Hinblick auf den sozialen Charakter der Aktion sollte dies auch zukünftig nicht schwerfallen“, zeigte sich Braunöhler überzeugt.

Persönlicher Gewinn für jeden Helfer

Die gemeinsame Umsetzung des bei St. Martin angebundenen Gedankens des Teilens führe dazu, dass viele Helfer diesen Tag der Kleidersammlung als gewinnbringend für sich selbst betrachten würden. Braunöhler: „Und vielleicht sollten wir den Bischof von Aachen einmal zur Sammlung einladen, damit er sieht, dass er mit seiner Einschätzung, dass die katholische Kirche die Jugend längst verloren habe, völlig neben der Realität liegt. Diakonische Pastoral wird an einem solchen Tag praktisch gelebt und nicht nur in der Liturgie.“

Die St.-Martins-Kleidersammlung in der Region Heinsberg sei immer noch eine der größten nicht-kommerziellen Altkleidersammlungen in Deutschland, stellte Braunöhler fest. Sein Dank galt den vielen ehrenamtliche Helfern, die bei jeder Wetterlage ihre Mitarbeit anböten, und dem Caritasverband der Region für die logistische Unterstützung.

Marcel Driessen, Direktor der gastgebenden Schule in Gangelt, verwies auf die Projekte, die seine Schule in den letzten Jahren dank der Mittel aus dem Sammelerlös habe verwirklichen können. 2018 soll mit dem Geld eine heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd für die Schüler realisiert werden.

Drei ausgeloste von insgesamt 58 Jugendgruppen wurden mit dem Unterstützerpreis bedacht: Messdiener der Pfarrei St. Marien Wassenberg (200 Euro), Messdiener und Boten der Pfarrei St. Josef Heinsberg-Laffeld (150 Euro) sowie Messdiener der Pfarrei St. Gereon Geilenkirchen-Würm (100 Euro).

Diese Projektträger erhielten diesmal Mittel aus dem Sammelerlös: 6000 Euro: Caritaswerkstatt Schier­waldenrath; Kids und Co im Kreis Heinsberg; Amos Oberbruch; 2000 Euro: Berufsverband der KAB – Regionale Arbeitslosenberatung; Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Erkelenz; 1600 Euro: Projekt Aktion Interplast Seligenstadt (GdG Übach-Palenberg); Projekt Stadtteiltreff der KAB Birgden (GdG Gangelt); Förderverein Abbé George in Burundi (GdG Wegberg); Eine-Welt-AG des St.-Ursula-Gymnasiums Geilenkirchen (GdG Geilenkirchen); Projekt Schwester Christa in Santa Cruz Bolivien; St. Hubertus Kirchhoven (GdG Heinsberg-Waldfeucht); Projekt Haiti der Missions- und Bastelgruppe Brachelen (GdG Hückelhoven); Projekt Rumänienhilfe – Missionskreis Osteuropa (GdG Selfkant); Projekt Flüchtlingshilfe (GdG Wassenberg); Mercator-Schule Gangelt / Don-Bosco-Schule Oberbruch (GdGs Gangelt, Geilenkirchen, Selfkant).

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