Heinsberg-Kempen - Square Dance in Heinsberg: Wer tanzt, bleibt länger gesund

Square Dance in Heinsberg: Wer tanzt, bleibt länger gesund

Von: defi
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Die „Silver Wings Heinsberg” hatten zum Schnuppertag eingeladen. Jeder, der einmal den „Square Dance” ausprobieren wollte, durfte das Tanzbein schwingen, ob nun mit oder ohne Petticoat. Foto: defi

Heinsberg-Kempen. Wer keine Angst vor Bewegung hat, gerne mit netten Leuten zusammenkommt und auch noch was für sein Gedächtnis tun möchte, sollte es mal mit dem Square Dance probieren. Gelegenheit dazu bieten die „Silver Wings Heinsberg”, etwa jetzt beim Schnuppertag in der Bürgerhalle Kempen.

Ein netter Nebeneffekt des Square Dancing ist sogar durch eine Studie belegt: Square Dancer leben zehn Jahre länger als Leute, die immer nur im Walzertakt das Tanzbein schwingen.

Kurz nach 20 Uhr hatten sich in der Kempener Bürgerhalle die ersten Neugierigen eingefunden, um zunächst dem Treiben auf der Tanzfläche von der bequemen Bank aus zu folgen. Doch Vereinspräsidentin Brigitte Kopp und ihre 30 Vereinsmitglieder überzeugten die Neulinge recht schnell, das Square Dance kinderleicht ist, wenn man nur den Anweisungen des Callers, der die auszuführenden Tanzfiguren ansagt, folgt.

Gut aufpassen

Zu Beginn begnügt sich der Caller mit einem einfachen „Rechts-” oder „Linksrum”, „Arme mit dem Partner verschränken”, dann heißt es aber gut aufgepasst, dass sich die Tanzpaare nicht hoffnungslos ineinander verknäueln. Die Amtssprache beim Square Dance ist zwar Englisch, doch auch der Sprachunkundige hatte keine Probleme, die Figuren mitzutanzen. 69 Basis-Figuren sollte der Anfänger aber schon beherrschen, bevor er sich den Fortgeschrittenen zuordnen darf, beziehungsweise, sich einem Square Dance Verein anschließt.

Bei den „Silver Wings” gibt Callerin Sue Liston den Ton an, wenn vier Paare zusammen in einem Square zur Countrymusik übers Parkett wirbeln. Doch wie auf vielen Tanzflächen, herrscht auch bei den Square Dancern hin und wieder Männermangel. Da gibt es dann zwei Möglichkeiten, die Frau erscheint zum Tanz gleich in Hosen und gilt nach dem Motto „Wer die Hosen an hat, ist der Mann” als der männliche Part oder Frau möchte lieber nicht auf den schmucken Petticoat verzichten, dann steckt sie einen Rockzipfel in den Gürtel. Damit gilt sie für den Caller als Mann und los geht der Reigen. Auch Kinder und Jugendliche haben bei den „Silver Wings” ihre Freude am Figuren-Tanz nach Ansage.

Das Gedächtnis und die körperliche Fitness werden trainiert. Je nachdem wie Caller Sue in Stimmung ist, kann das Tänzchen sehr flott werden und Figur folgt auf Figuren in einem Tempo, das höchste Konzentration erfordert. Anfängern wird aber gerne die ein oder andere ungewollte Rempelei auf der Tanzfläche nachgesehen, oder sie dürfen auch mal den Partner mit dem Corner, also dem, der gerade ums Eck tanzt, verwechseln.

Gäste aus Berlin hatten die „Silver Wings” gerade, nur zwei allerdings, sechs zu wenig, also kein Square, der dann das Recht gehabt hätte, den „Silver Wings” ihr Banner zu stibitzen. Eine sehr beliebte Art des geselligen Miteinanders unter Square Dance Clubs, denn zur Zurückeroberung des Vereinsbanners ist ein Gegenbesuch ebenfalls mit einem kompletten Square vorgeschrieben.
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