Erkelenz - Sportvereine für achtungsvollen Umgang

Sportvereine für achtungsvollen Umgang

Von: cbo
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Ein Kooperationsvertrag, der d
Ein Kooperationsvertrag, der den Kinder- und Jugendschutz vor körperlicher und sexueller Gewalt in Vereinen verbessern sollen, unterzeichneten Verantwortliche im Erkelenzer Rathaus. Foto: Koenigs

Erkelenz. „Prävention von körperlicher und sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen”, so lautete die passende Überschrift vor der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zur Verbesserung des Kinderschutzes in Vereinen zwischen dem Stadtsportverband, dem Deutschen Kinderschutzbund und der Stadt Erkelenz.

Dem Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen war es dabei besonders wichtig, dass das Thema Kinderschutz im Zuge von Vereinsarbeit nicht im stillen Kämmerlein stattfinden soll. Daher wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der es ermöglicht, im konkreten Fall schnellstmöglich eingreifen zu können. Dabei steht insbesondere das „Erweiterte Führungszeugnis” im Blickpunkt. Bevor ein ehrenamtlich Tätiger in einem Verein seine Arbeit aufnimmt, soll ein Führungszeugnis vorgelegt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Vorbestrafte im Zuge ihrer Vereinsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen. Gleichzeitig ist sowohl der Kinderschutzbund als auch das Jugendamt ein konkreter Ansprechpartner vor Ort.

Außerdem steht die neue Kooperationsvereinbarung jedes Jahr auf dem Prüfstand, um die gesteckten Ziele zu überprüfen oder gegebenenfalls gegenzusteuern.

Heinz Musch, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes fügte an, dass die Vereine in der Verantwortung stehen. Die Übungsleiter sollen entsprechend geschult und sensibilisiert werden, um in einer konkreten Situation handlungsfähig zu sein.

Federführend in der Prävention von körperlicher und sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist der Budo-Club Erkelenz. Der Vorsitzende des Budo-Clubs, Franz Thiel, führte dazu aus, dass als Bausteine in seinem Verein die regelmäßige Fortbildung der Übungsleiter wichtig sei, um präventiv handeln zu können. Gleichzeitig hat der Verein mit Dr. Jens Wilde einen eigenen Ansprechpartner, um auf diese sensible Thematik entsprechend reagieren zu können.

Desweitern muss jeder Trainer und Mitarbeiter des Budo-Vereins den Ehrenkodex der Sportjugend NRW unterschreiben, der zum einen darauf abzielt die sportliche Weiterentwicklung jedes Teilnehmers zu fördern aber gleichzeitig auch respektvoll und ohne Gewalt mit dem sportlichen Nachwuchs zu arbeiten.

Mit der neuen Kooperationsvereinbarung, die am 20. September, dem Weltkindertag, symbolisch in Kraft treten soll, ist die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aber nicht einfach aus der Welt geschafft.

Laut Michael Kutz, dem Vorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes im Ortsverband Erkelenz, muss der achtungsvolle Umgang mit Kindern an erster Stelle stehen. Die Übungsleiter sollen im Vereinsleben der wichtigste Ansprechpartner sein.

Einen ganz besonderen Wunsch formulierte Thiel im Hinblick auf die neue Vereinbarung: „Ich wünsche mir, dass viele Vereine auf diesen Zug aufspringen.”
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