Sozialmonitoring: Quartiere werden in den Blick genommen

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„Kreis Heinsberg. Wir bleiben im Gespräch und sind bereit uns am Prozess des Sozialmonitoring zu beteiligen und dafür mit Sorge zu tragen, dass eine Umsetzung auf Quartiersebene gelingt. Gleichzeitig wollen wir Überlegungen anstellen, wie man ein Stück weit zur verbesserten Lebens- und Arbeitssituation der Menschen beitragen kann.“ Dieses Fazit zog Johannes Eschweiler, Sprecher der regionalen Armuts- und Arbeitsmarkt-konferenz Kreis Heinsberg, die in den Räumen von Amos in Oberbruch tagte.

Diese Zusage machte er Volkhard Dörr, dem Leiter der Stabstelle Demographischer Wandel und Sozialplanung des Kreises Heinsberg, den die Armuts- und Arbeitsmarktkonferenz eingeladen hatte, um noch mehr über den Stand der Dinge beim kreisweiten Sozialmonitoring als Bestandteil einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung zu erfahren.

Die Sozialraumanalyse als Reaktion auf den „Armutsbericht – Lebenslagen im Kreis Heinsberg“ sei ein sozialfachliches Instrument, bei dem Partizipation und Aktivierung im Vordergrund stehe, hatte Dörr bereits zu Beginn seines Vortrags herausgestellt. Nun gehe es um die Frage, wie man Bewegung in die sozialpolitische Richtung bekomme.

Die Sozialraumanalyse sehe vor, dass im Kreisgebiet 20 Sozialräume mit maximal 10.000 bis 15.000 Einwohnern gebildet würden. Da dies jedoch relativ abstrakt sei und wenig Rückschlüsse auf Individuen gezogen werden könnten, so Dörr, finde die Analyse in Absprache mit den Kommunen noch kleinräumiger statt.

Dazu würden Quartiere mit 2500 bis 3000 Einwohnern definiert. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Mitte des Jahres 17 Sozialräume und 49 Quartiere im Kreis Heinsberg gebildet haben“, so Dörr. Bei der Analyse gehe es dann darum, herauszufinden, wo es Bedarfe sowie Ressourcen gebe.

Erhoben werden sollten Daten unter anderem zur Bewohnerentwicklung, zur Geburten- und Sterberate, zu den Haushalten, dem Anteil der Jungen und Alten, zur Anzahl registrierter Arbeitsloser, zum Mietpreisniveau, zu Erziehung und Bildung, zu Sprachförderung, Offenen Ganztagsschulen und Kindertagesstätten, zu Spiel- und Bolzplätzen sowie zur Sicherheit und Straßenkriminalität. „Die Kommunen werden aufgefordert, uns diese Daten zu liefern“, erklärte Volkhard Dörr.“

Dann würden die Daten zur Weiterbearbeitung an die RWTH Aachen gegeben. Anschließend finde eine Analyse beziehungsweise Auswertung statt. Mit einer Rückgabe der Daten rechne er gegen Ende des Jahres.

Die Mitglieder der regionalen Armuts- und Arbeitsmarktkonferenz begrüßten den eingeschlagenen Weg des Sozialmonitorings, wiesen aber darauf hin, dass Aktivierung in den Quartieren nur unter echter Partizipation, sprich Einbeziehung und Mitwirkung der örtlichen Akteure und Betroffenen gelingen könne.

Dörr stellte dazu heraus, dass alle – Wohlfahrtsverbände, Kommunen und Bürger – nur im Miteinander und auf gleicher Augenhöhe mit den Ergebnissen arbeiten könnten.

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