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Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer feiert Jubiläum

Von: koe
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Die Ehrungen der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen im Mittelpunkt des Jubiläums des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer für die Region Heinsberg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKF/M) für die Region Heinsberg feierte sein 30-jähriges Bestehen im Kinder- und Jugendzentrum Katho in Erkelenz am Johannismarkt.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen die Ehrungen ehrenamtlicher und hauptamtlicher Mitarbeiter, auf deren Engagement man „stolz sein könne“, so Vorsitzende Edith Schaaf und Geschäftsführer Reinhold Trzeciak.

Für 25-jährige und längere Mitarbeit wurden Bettina Vos und Marietta Ringering sowie Reinhold Trzeciak selbst ausgezeichnet, für 20-jährige und längere Mitarbeit Eleonore Zimmermann, Christine Busch, Sophia Fronk, Reiner Happel, Alexandra Randerath, Irene Mis und Magdalene Kerkhoff.

Eine weitere Ehrung erfuhren jene Damen, die länger als 25 Jahre ehrenamtlich in der Kleiderkammer in Erkelenz -Lövenich gearbeitet haben: Edith Schaaf, Monika Amels, Bärbel Stuckenberg und Anna Walter. Nicht alle zu Ehrenden konnten der Jubiläumsfeier beiwohnen.

Zu Beginn des Festaktes hatte Uli Tings als geistlicher Beirat mit Bibelpassagen in das Denken und Tun des Sozialdienstes eingeführt, ehe Anna und Lisa Vos mit einer gelungenen Musikdarbietung die Gäste unterhielten.

Aus der Geschichte des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer für die Region Heinsberg berichtete dann in seiner Festrede Geschäftsführer Reinhold Trzeciak. Er erwähnte markante Stationen aus der Geschichte des SKF/M, die bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts mit ehrenamtlichen Ortsgruppen in Heinsberg, Geilenkirchen und Erkelenz begonnen haben dürfte. Jedenfalls ist die älteste Ortsgruppe Heinsberg nachweislich seit 1931 dokumentiert, vermutlich aber sogar noch älter. Die Existenz anderer Ortsgruppen sei nicht auszuschließen.

Jungen Männern, die aus dem Krieg nach Hause gekommen und auf sich alleine gestellt waren, eine soziale Anbindung zu bieten, war eines der Ziele des SKF/M. Außerdem sollten alleinstehenden Frauen und Männern in einer neuen Umgebung soziale Haltepunkte angeboten werden.

Trzeciak fuhr fort, dass die ­Ende der 70er Jahre in Betrieb genommene Justizvollzugsanstalt Heinsberg mit dem Problem zu kämpfen gehabt habe, dass Straftäter rückfällig geworden seien. Damals habe man beschlossen, hauptamtliche Fachkräfte einzustellen und im Jahr 1986 schließlich den Sozialdienst katholischer Frauen und Männer für die Region Heinsberg zu gründen, nachdem schon seit 1970 Bemühungen zur Gründung eines Kreisverbandes gelaufen waren.

Auf Anregung von engagierten und betroffenen Frauen sei dann im Jahr 1991 das Frauenhaus für den Kreis Heinsberg in Trägerschaft des SKF/M eröffnet worden. Viele weitere Hilfsangebote wie eine Täter-Opfer-Ausgleichsstelle für Erwachsene oder eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kreisjugendamt bezüglich sozialer Trainingskurse, Seminaren zur Drogenproblematik, Betreuungsweisungen, Anti-Gewalt-Training und individueller Maßnahmen seien gefolgt, so Trzeciak.

Der Geschäftsführer fuhr fort, der SKF/M zähle zurzeit 50 ehrenamtliche sowie 23 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Frauenhaus hätten im Laufe der jahres insgesamt etwa 1700 Frauen mit 3500 Kindern Zuflucht, Schutz und Hilfe gefunden. In den Frauen-Wohngemeinschaften habe der Verein etwa 300 Frauen mit ihren Kindern die Möglichkeit eines Neubeginns geboten.

In der „Weiche“ hätten mehr als 400 Männer die Chance gehabt, ihr Leben neu zu ordnen, 400 Betreuungen seien durch die Betreuungsgerichte dem SKF/M übertragen worden. Im Täter-Opfer-Ausgleich seien mehr als 2000 Schlichtungsfälle bearbeitet worden, mehr als 600 Jugendliche hätten ein Drogenseminar, ein Anti-Gewalt-Training oder einen sozialen Trainingskurs absolviert.

Als wichtig bezeichnete der Geschäftsführer die ehrenamtliche Arbeit in den Ortsgruppen, die Gefangenenbesuchsdienste in der JVA Heinsberg, den Mittagstisch für bedürftige Schulkinder, die ehrenamtlichen Betreuungen sowie die Kleiderkammern in Erkelenz und Lövenich.

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