Siemensstraße: Breiter Graben sorgt für Gesprächsstoff

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Bauarbeiten an der Kreisverwal
Bauarbeiten an der Kreisverwaltung in Heinsberg: Eine Nahwärmeleitung wird verlegt. Diese Maßnahme ist Bestandteil der energetischen Sanierung des Kreishauses.

Kreis Heinsberg. Ein breiter Graben, Erdhaufen, gestapelte Leitungsrohre, Bagger und Lastwagen beherrschen derzeit die Szenerie an der Front des Kreishauses in Heinsberg entlang der Siemensstraße. Passanten haben da natürlich viel Gesprächsstoff und spekulieren darüber, was es mit diesen Bauarbeiten wohl auf sich habe.

Die Baumaßnahme ist Bestandteil der derzeit laufenden und aus Konjunkturfördermitteln finanzierten energetischen Sanierung des Kreishauses. Nach einer kompletten Erneuerung der Heizungsanlage soll die Wärmeversorgung des Kreishauses künftig auf der Basis regenerativer Energien erfolgen.

Dazu wird momentan eine etwa 180 Meter lange Nahwärmeleitung zwischen dem Kreishaus und dem Gebäudekomplex der Arbeiterwohlfahrt verlegt. Dort befinden sich sowohl das Blockheizkraftwerk, das mit Biogas aus der neuen Anlage an der Linderner Straße gespeist werden soll, als auch eine moderne und leistungsfähige Holzpelletsheizung. Im Verbund sollen diese Anlagen die Heizenergie für die Gebäude der Arbeiterwohlfahrt und des Kreises erzeugen.

Beispielhafte Zusammenarbeit

Der für die Gebäudewirtschaft zuständige Dezernent der Kreisverwaltung, Helmut Preuß, stellt die wirtschaftliche wie auch die umweltschonende Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und dem Kreisverband der AWO als beispielhaft heraus: „In gut nachbarschaftlicher Absprache ist hier mit Unterstützung von Fachfirmen eine richtungweisende Lösung gefunden worden.”

Die Heizungsanlage soll zu Beginn der Heizperiode, spätestens im Oktober, fertiggestellt sein. Im Kreishaus wird dann zudem die modernste Leit- und Steuerungstechnik eingesetzt, die eine rechnergesteuerte Einzelraumregulierung zur optimalen und belegungsabhängigen Einzelraumbeheizung ermöglicht.

Grundlage der Arbeiten ist eine im Auftrag der politischen Gremien des Kreises erstellte gutachtliche Untersuchung zur energetischen Sanierung des 1982 in Betrieb genommenen Kreishauses. Fast 30 Jahre nach dem Einzug gelten gerade im Bereich der Heizenergie und Wärmedämmung inzwischen andere Standards.

Über einen Zeitraum von gut zwei Jahren werden für Wärmedämmung, Sanierung der Heizung und Renovierung der Büroräume nach Angaben des Kreises insgesamt rund 3,5 Millionen Euro verbaut, wobei der größte Teil der Finanzmittel aus dem von Bund und Land aufgelegten Konjunkturpaket II stammen.
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