„Shivanataraja”: Indonesisches Flair zum 110. Geburtstag

Von: sche
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Farbenpracht beim Dämmerschop
Farbenpracht beim Dämmerschoppen in Braunsrath: die jungen indonesischen Tänzerinnen brachten Glanz auf der Showbühne. Foto: agsb

Waldfeucht-Braunsrath. Das letzte Wochenende wird im Musikdorf Geschichte schreiben. Der Kirchenchor feierte sein 110-jähriges Bestehen und eine 30-köpfige Tanzgruppe aus Indonesien war zu Gast.

Es fügte sich wunderbar, sie in den Dämmerschoppen des Musikkorps, das damit jährlich die Sommerpause beginnt, einzubinden. Die Indonesier sind für einen Monat auf Europa-Tournee. Die Tänzerinnen waren für die Zeit ihres Gastspiels privat untergebracht. Mit Niederländisch und Englisch versuchte man sich zu verständigen.

Bei der Tanzgruppe, die beim Dämmerschoppen für die Augen wie die Ohren ein Hochgenuss war, fiel die Entscheidung zwischen der malerischen bunten Kostümierung, den Make-ups und dem berauschenden wie exotischen Tänzen schwer. Also genoss man alles. Das Ensemble, das je zur Hälfte aus Tänzerinnen und Musikern bestand, wurde 2009 von Studentinnen der Universität von Indonesien gegründet. Traditionelle Folklore des Landes wie auch moderne Tänze gehören zum Repertoire.

Auf der Suche nach internationaler Begegnung interessierten sie sich für Festivals in Europa und landeten am Rande auch in Braunsrath, wo jede Stunde genutzt wurde mit Begegnungen und Besichtigungen. Besonders eindrucksvoll verlief der Besuch der Schule. Für die Kinder war das ein Erlebnis wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Aber auch am Abend zum Abschluss des Dämmerschoppens war der Auftritt ein echtes Highlight. Das galt auch für die musikalische Seite. Kunokini, wie sich das Ensemble zur Tanzgruppe Shivanataraja nannte, besteht bereits seit 2005 und widmet sich speziell der Pflege der indonesischen Musik auf alten, einheimischen Instrumenten.

Dass die Gäste den Einheimischen die Show stahlen, nahm niemand übel. Das Musikkorps hatte schon von vornherein auf seinen üblichen Auftritt verzichtet und das Vorfeld der Jugend und dem Trommlerkorps überlassen, um damit gleichzeitig auch die Kontakte zu pflegen. Dirigent M. Hamers wusste diese Chance eifrig zu nutzen. Der Musikpavillon erlaubte es, dass nicht wie sonst die Musik „open Air” verklang, sondern sich überhaupt erst ein Zusammenklang entwickeln konnte. Das kam auch dem Jugendorchester zugute, das bei allem Wohlwollen des Vorstandes auch kritisch begleitet wird. Nach Meinung des Vorsitzenden muss darauf geachtet werden, dass der Nachwuchs jeweils immer Anschluss behält.

Vorsitzender Claßen-Houben ist der Meinung, das es darum „nicht zu gut” werden darf. Ob Achim Tholen, der ehrgeizige Leiter, auch der Meinung ist? Er griff auch hier wieder nach den Sternen, und das gefiel nicht nur Opas und Omas. Das Jugendorchester mausert sich immer mehr zum Aushängeschild. Nach den Ferien beginnen die unmittelbaren Proben für das Herbstkonzert, und das 60-jährige Bestehen im nächsten Jahr wirft schon seinen Schatten voraus.
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