Kreis Heinsberg - SFZ-Jahresbericht: Interesse an Selbsthilfegruppen nimmt zu

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SFZ-Jahresbericht: Interesse an Selbsthilfegruppen nimmt zu

Von: Mischa Wyboris
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So funktioniert Zusammenhalt: Hannelore Viehöver-Braun, Marianne Schotters, Bärbel Mandrossa und Gunhilde Gronwald (v.l.) sind Expertinnen in Sachen Selbsthilfe. Die neue SFZ-Broschüre informiert über die aktuellen Gruppenangebote. Foto: Mischa Wyboris

Kreis Heinsberg. Die Zahl der Kontaktanfragen für Selbsthilfegruppen im Kreis Heinsberg hat zugenommen. Das geht aus dem Jahresbericht des Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrums (SFZ) Kreis Heinsberg hervor.

Von den 300 Interessenten, die sich 2009 an das SFZ gewandt haben, suchten 240 gezielt nach einer Selbsthilfegruppe; 56 Prozent waren Frauen. Die Zahl der Hilfesuchenden beim SFZ, darunter auch für ihre Patienten um Rat fragende Ärzte und bereits bestehende Selbsthilfegruppen, steigt nach einem kurzen „Tief” im Jahr 2007 wieder an: Waren es 2006 insgesamt 913 und ein Jahr später „nur” noch 607 Anfragen, verzeichnet das SFZ 721 Hilfegesuche 2008 und 750 im vergangenen Jahr.

Über die aktuellen Angebote informiert jetzt das in dritter Auflage erschienene SFZ-Verzeichnis der Selbsthilfegruppen. „Viele Menschen müssen erst tief fallen, um nach dem Strohhalm greifen zu wollen. Aber dann fangen die Selbstheilungsprozesse an”, erklärt Hannelore Viehöver-Braun vom Fachbereich Selbsthilfe.

Rund 100 Selbsthilfegruppen mit insgesamt mehr als 5000 Mitgliedern gibt es im Kreis Heinsberg. Für viele körperliche und psychische Erkrankungen gibt es seit Jahren gut ausgeblidete Selbsthilfestrukturen, Vereinigungen auf Landes- und Bundesebene. Für viele kleine, regionale Gruppen, die sich keiner Vereinigung angeschlossen haben, steht seit 2003 das SFZ zur Verfügung, informiert, vermittelt und hilft bei der Gründung neuer Gruppen.

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