Hückelhoven-Millich - Selbstbedienung bei den lila Gladiolen

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Selbstbedienung bei den lila Gladiolen

Von: Pia Wilbrand
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Millich. Grau in grau präsentiert sich die Autobahn A46, ab und an ein bisschen Grün am Straßenrand. Dann kommt die Abfahrt Hückelhoven-West, eine lang gezogene Kurve, der Kreisverkehr ist schon in Sicht und dahinter auf der gegenüberliegenden Straßenseite? Ein kleines buntes Blumenidyll.

Sonnenblumen, Gladiolen und Dahlien zaubern große und kleine Farbtupfer neben die Autobahnbrücke an den Rand der Millicher Straße.

Bernd Wirtz betreibt dort nämlich ein Feld, von dem Blumenliebhaber selber einzelne Blumen oder einen ganzen Strauß pflücken können.

Die Idee dafür kam dem Landwirt durch Arbeitskollegen, die bereits Blumenfelder mit dem Selbstpflückprinzip anbieten. „Da dachte, ich, dass ich das auch mal versuche.” Von Mitte März bis in die heutigen Augusttage findet die Aussaat statt, damit es durchgängig und versetzt voneinander blühende Pflanzen gibt. „Im Frühjahr kommen dann aber auch noch Narzissen dazu.”

Und auf seinen Feldern im Erkelenzer Raum könnten auch Tulpen geschnitten werden. Das Prinzip ist ganz einfach: Mit Schere oder Messer bewaffnet können sich Interessenten so viele Blumen, wie sie benötigen zusammensuchen. Bezahlt wird anschließend an einer installierten Kasse.

Dahlien kosten pro Stiel 30, Gladiolen 60 und Sonnenblumen 70 Cent. Auf die Ehrlichkeit seiner Kunden ist Bernd Wirtz also angewiesen. „Die Kasse wurde bisher nicht aufgebrochen, die ist richtig gut gesichert.” Würde man die Blumen aber einfach ohne dafür zu zahlen mitnehmen, müsse er dies wie einen Diebstahl behandeln. „Das ist wie im Geschäft: Wenn man klaut, wird das zur Anzeigen gebracht.”

Ein Anwohner hat gerade drei Gladiolen geschnitten. „Ich find es gut, dass man sich genau die Blumen nehmen kann, die man am schönsten findet. Außerdem sind die Preise dafür ja wirklich sehr günstig, Und man kann mal eben anhalten, wenn man eh gerade hier vorbeifährt. Das ist schön unkompliziert”, so berichtet der junge Mann von den Vorteilen des Blumenfelds von Bernd Wirtz, während er in seinem Portemonnaie nach Kleingeld sucht.

Damit er beide Hände frei hat, hat er seine Blumen auf dem Boden abgelegt. Eine seiner Gladiolen blüht in dunklem Lila, zwei sind schneeweiß. Hoch gewachsen, und mit ihren leuchtenden Farben ergeben sie einen schlichten, aber eleganten selbstgepflückten Blumenstrauß für seine Freundin.
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