Schweinegrippe: Schulleiter aus Kreisgebiet über H1N1 informiert

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Kinder waschen sich gründlich die Hände mit Seife. Eine Vorsichtsmaßnahme, die vor einer Ansteckung mit dem sogenannten Schweinegrippe-Virus A/H1N1 schützen soll, ist es, sich gründlich die Hände zu waschen. Foto: ddp

Kreis Heinsberg. „Die Gesundheit der Schüler steht im Vordergrund, und es muss alles getan werden, damit sich andere Kinder nicht mit der Neuen Grippe anstecken.” So formulierte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor wenigen Tagen in einem Schreiben an alle Schulträger, welches Ziel zurzeit im Rahmen der Bewältigung der sogenannten Schweinegrippe Vorrang hat.

Der Kreis Heinsberg als untere Gesundheitsbehörde wie auch als Schulträger setzt zurzeit alles daran, die Vorgaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) umzusetzen. Am Montag fand auf Einladung des Schulamtes für den Kreis Heinsberg in der Aula der Rurtal-Schule in Oberbruch eine Unterrichtung aller Schulleiter aus dem Kreisgebiet statt.

Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Leiter des Kreisgesundheitsamtes und wegen der Neuen Grippe ständig im Dialog mit dem MAGS, unterrichtete die Schulleiter umfassend über die Neue Grippe des Typs A/H1N1 und deren Auswirkungen auf den Schulbetrieb.

In seinem Vortrag vor den Schulleitern erläuterte Feldhoff eingehend Übertragungswege und Verlauf der Neuen Grippe. Sollten zusätzlich zum Fieber und Schüttelfrost Symptome wie Husten, Schnupfen, Hals-, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auftreten, so gelte als goldene Regel für Schüler: „Wer krank ist, bleibt zu Hause!”

Dies gelte, so Feldhoff weiter, auch für Lehrkräfte und anderes schulisches Personal, in deren engstem Familienumfeld Personen erkrankt seien. Im Zweifelsfall gelte: Kontakt zum behandelnden Hausarzt oder dem Gesundheitsamt suchen, bei schwangeren Lehrerinnen sollte der Betriebsärztliche Dienst eingeschaltet werden, bei schwangeren Schülerinnen ist der Kontakt zum Gesundheitsamt zu suchen in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Gynäkologen.

In den Schulen - so sehen es die Vorgaben des Gesundheitsamtes vor - sollen bei Verdacht auf eine Erkrankung zunächst die Eltern benachrichtigt und der betroffene Schüler aus der Klasse oder Lerngruppe herausgenommen werden. Die Eltern würden Sorge für die Rückführung des Erkrankten nach Hause tragen.

Erst von dort sollte der telefonische Kontakt zum Hausarzt gesucht werden. Dies habe einen einfachen Grund, so Feldhoff weiter: „Sollte ein erkrankter Schüler mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zu seinem Hausarzt fahren, sich dort womöglich noch ins volle Wartezimmer setzen, dann haben wir eine unüberschaubare Zahl an Kontaktpersonen.”

Kontaktpersonen wird es bei erkrankten Schülern in der Schule aber ebenfalls geben. Diese werden mit einem Standardschreiben über Verhaltensmaßregeln informiert. Routinemäßige Schul-, Klassen- oder Gruppenschließungen seien zurzeit nicht vorgesehen, erklärte Feldhoff, allerdings finde eine Einzelfallberatung bei chronisch kranken Kindern statt.

Während die ärztlichen Maßnahmen im gewohnten Rahmen bei häuslicher Isolierung des Erkrankten umgesetzt würden, gelte an Schulen und Kindergärten für Kontaktpersonen des häuslichen Umfeldes eine strikte Regelung: Nach dem Infektionsschutzgesetz gilt für Lehrer und Erzieher dann in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindertagesstätten ein Betretungsverbot, solange sie als Kontaktperson gelten.

„Es kann diesbezüglich durchaus zu Unterrichtsausfällen kommen”, sagte Feldhoff den Schulleitern. Feldhoff bat die Schulleiter auch, nicht nur die Lehrerkollegien zu informieren, sondern die Informationen über die Neue Grippe auch über die Elternversammlungen weiter zu transportieren.

Die Schulen wurden nach Angaben des Kreises im Zuge der Informationsveranstaltung auch umfassend mit Informationsmaterial versorgt.

Umfassende Hygieneregeln erläutert

Den Schulleitern wurden bei der Veranstaltung in Oberbruch die umfassenden Hygieneregeln erläutert.

Bei Husten, Niesen und Nase putzen sollten Einmaltaschentücher verwendet werden. Häufiges gründliches Händewaschen ist ebenfalls hilfreich. So sollten sie Schulen verstärkt darauf achten, dass Seife und Einmalhandtücher in ausreichendem Maße vorhanden sind.

Möglichst vermieden werden sollte auch der enge Kontakt. Beispiel: Gerade das bei jungen Mädchen so beliebte Umarmen und Begrüßungsküsschen unter Mitschülerinnen und Mitschülern sei in Zeiten der Neuen Grippe sicherlich nicht die vorbildliche Verhaltensweise, hieß es.
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