Kreis Heinsberg - Schweinegrippe: Nachfrage nach einem Impftermin lässt nach

Schweinegrippe: Nachfrage nach einem Impftermin lässt nach

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Kreis Heinsberg. Auch die Meldungen von den ersten beiden Todesfällen im Kreis Heinsberg im Zusammenhang mit der sogenannten Schweinegrippe haben nichts an dem Trend geändert.

„Die Nachfrage nach einem Impftermin lässt deutlich nach”, bestätigte der Pressesprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz, am Mittwoch auf Anfrage. So seien bis zum Ende der vergangenen Woche im Kreis 11.867 Menschen geimpft worden. Dies entspreche 4,6 Prozent der Bevölkerung. In der vergangenen Woche habe das Kreisgesundheitsamt nur noch einen einzigen Impftermin organisiert.

Zwar liege dies auch in der Tatsache begründet, dass immer mehr Hausärzte Impfungen anbieten würden, aber vor allem sei die gesunkene Nachfrage nach einem Impftermin der Grund.

Das erkennbar geringe Interesse an einer Impfung gegen die Schweinegrippe wollte der Kreissprecher nicht bewerten. „Wir können nur nach wie vor darauf hinweisen, dass eine Impfung den besten Schutz gegen die neue Influenza bietet.” Hollwitz betonte, in keinem einzigen Fall der 11.867 Impfungen sei etwas über gravierende Nebenwirkungen oder Impfschäden bekannt geworden.

Neben den beiden Toten - wie berichtet, waren ein 67-jähriger Bewohner eines Pflegeheimes aus dem Kreisgebiet sowie ein 46-jähriger ehemaliger Fußball-Profi aus Erkelenz an den Folgen einer Infektion mit dem A(H1N1)-Virus gestorben - hat es laut Statistik seit Auftreten der Neuen Influenza im Kreisgebiet 276 bestätigte Krankheitsfälle gegeben; die Dunkelziffer ist nicht annähernd abzuschätzen. Bei den gemeldeten Fällen seien besonders die Altersgruppen von 30 bis 35 und von 45 bis 50Jahren betroffen, so Hollwitz.

Der (selbst bereits geimpfte) Pressesprecher gab den Rat der Experten vom Gesundheitsamt weiter, dass sich vor allem chronisch kranke Personen - ob sie nun an den Atemwegen oder an der Lunge erkrankt oder von anderen Grunderkrankungen betroffen seien - gut überlegen sollten, ob sie sich nicht doch besser impfen lassen sollten. Auch wenn die aktuelle Welle derzeit abebbe, so gebe es weiterhin neue Krankheitsfälle und es bleibe die Frage, ob nicht die nächste Welle komme.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut hatte zuletzt noch einmal betont, dass die Impfung vor allem für die Risikogruppen wichtig sei. Aktuelle Daten würden jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und Jugendlichen aufzeigen, sowohl an der Neuen Influenza zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln. Ergänzend zur STIKO-Empfehlung gehen Fachleute davon aus, dass nach derzeitigem Stand eine einmalige Impfung in allen Altersgruppen ausreicht.

Beim Kreis Heinsberg ist für spezielle Auskünfte rund um die Neue Influenza das Gesundheitsamt zu den Dienstzeiten unter 02452/135311 zu erreichen.
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