Schulleiter begrüßt neues Bildungsnetzwerk als „Chance”

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Im Kreis Heinsberg soll - nach langwierigen Diskussionen - nun doch ein Regionales Bildungsnetzwerk gegründet werden.

Im Schulausschuss des Kreises, der unter Vorsitz von Ralf Derichs (SPD) im Erkelenzer Berufskolleg tagte, gab es ein einstimmiges Votum bei einer Stimmenthaltung.

Eine positive Beschlussfassung in den Gremien des Kreises sei bislang daran gescheitert, dass die Bürgermeister der Städte und Gemeinden das Projekt nur dann unterstützen wollten, wenn dies zu keiner Stellenmehrung beim Kreis führe, erklärte die Kreisverwaltung in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss. Während das Land für die Netzwerke jeweils eine pädagogische Stelle finanziert, muss der Kreis die weitere personelle und sächliche Ausstattung der Geschäftsstelle vom Netzwerk gewährleisten.

Zu Jahresbeginn signalisierte die Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister, „dass der Übernahme dieser Aufgaben unter Nutzung von vorhandenen Personalressourcen nichts im Wege steht”. Der Kreis erklärte, die personelle Ausstattung der Geschäftsstelle könne zunächst ohne eine zusätzliche kommunale Stelle durch vorhandenes Personal erfolgen. Es solle dann allerdings eine Konzentration auf Schwerpunktaufgaben erfolgen. Auf dieser Basis bestehe nunmehr Konsens zwischen Kreis und Kommunen, ein solches Netzwerk mit Geschäftsstelle, Lenkungskreis und Bildungskonferenz zu errichten. Die Kreisverwaltung verwies in der Vorlage für den Ausschuss zudem darauf, dass vom Land zunehmend bei bildungspolitischen Maßnahmen davon ausgegangen werde, dass vor Ort Regionale Bildungsnetzwerke bestehen würden.

Im Netzwerk sollen Schulaufsicht, Schulträger, Jugendämter, Schulleiter und weitere Bildungsinstitutionen die Bildungsregion weiterentwickeln. Zunächst sollen vier Handlungsfelder im Blickpunkt stehen: Zusammenarbeit der Schulträger und Bildungseinrichtungen; Initiierung und Abstimmung von schulischen Projekten in der Region; Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Problemen; Übergangsmanagement. So reicht das Spektrum der Themen von Schulentwicklungsplanung über Landesprogramme oder Schulsozialarbeit bis zu Übergängen zwischen Schulformen.

Ein solches Netzwerk wurde vom Erkelenzer Berufskolleg-Leiter Paul-Günther Threin ausdrücklich als „Chance” begrüßt.
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