Schulentwicklungsplanung: „Runder Tisch” soll Alleingänge verhindern

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Kreis Heinsberg. Soll der kreisweite Schulentwicklungsplan, der - wie berichtet - Anfang Juni vorgestellt worden war, optimale Wirkung zeigen, „müssen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden eine gemeinsame Strategie erarbeiten”. Dies erklärte jetzt die CDU-Kreistagsfraktion.

Die Initiativen in Hückelhoven mit Blick auf eine weitere Gesamtschule würden zeigen, dass es vor Ort bereits zu Auswertungen des Gutachtens gekommen sei; diese könnten und müssten sinnvollerweise unter den Kommunen abgesprochen werden.

„Alleingänge sind allerdings im Sinne einer Gesamtlösung zu vermeiden. Der Kreis sollte in dieser Angelegenheit eine moderierende Funktion übernehmen”, so die CDU-Fraktion, die daher beantragt hat, der Landrat möge die kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu einem Gesprächstermin einladen.

Bei diesem Treffen sollen nach Vorstellung der Christdemokraten die Ergebnisse sowie die jeweiligen kommunalen Absichten und Konsequenzen aus dem Gutachten zur kreisweiten Schulentwicklungsplanung sowie die Erwartungen an die Nachbarkommunen interkommunal diskutiert werden. Ziel müsse es dabei sein, „dass sich alle Kommunen über die weitere Vorgehensweise abstimmen und sich auf gemeindeübergreifende Lösungsansätze einigen”, denn die Schulentwicklungsplanung könne eben nur kreisweit, das heißt durch Zusammenarbeit unter den beteiligten Kommunen erfolgen.

Den Entscheidungsträgern des Kreises solle dann zeitnah über die Ergebnisse berichtet werden, damit entsprechende Konsequenzen für die Kreispolitik gezogen werden könnten.

Auch die FDP hat zum Thema Schulentwicklungsplanung einen „Runden Tisch” unter Moderation des Kreises Heinsberg gefordert. Flankiert wird der Antrag der Liberalen durch entsprechende FDP-Anträge in den Stadt- und Gemeinderäten.

„Strategisch gesehen ist die Schulentwicklung einschließlich der kindlichen Früherziehung und Frühförderung ein wichtiges Kriterium für den gesamten Kreis Heinsberg und damit auch für die kreisangehörigen Kommunen, um den demographischen Wandel erfolgreich zu bewältigen”, so der bildungspolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion, Peter Echterhoff.

Hintergrund des Antrages ist nach FDP-Angaben „die schnelle Beschlussfassung in Hückelhoven, Teile des Gutachtens bereits zeitnah und im Alleingang umzusetzen.” Ein wesentlicher Gesichtspunkt des Gutachtens sei die Erkenntnis, dass die Kommunen bei der Gestaltung der künftigen Schullandschaft zwar autonom seien, aber ohne notwendige Absprachen und ohne Rücksichtnahme wahrscheinlich nicht die bestmöglichen Ergebnisse erzielen würden.
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